Der Bischof firmte 44 Mädchen und Buben aus der Pfarrei Münnerstadt, den Filialgemeinden Althausen, Brünn, Burghausen und Reichenbach sowie der Pfarrei Nüdlingen. Am frühen Nachmittag hatte der Bischof bereits 42 Kindern aus der Pfarreien-Gemeinschaft Heiliges Kreuz Bad Bocklet das Sakrament der Firmung in der Kirche Maria Geburt in Windheim gespendet.
"Begabung, Talent, Charisma und Fähigkeiten sind Gaben, die den Menschen gegeben sind", schreibt Stadtpfarrer Pater Markus Reis OSA im aktuellen Gemeinde-Pfarrblatt anlässlich der Firmung. "In religiöser Sprache ausgedrückt, nennen wir sie ,Die Gaben des Heiligen Geistes‘." Dazu zitiert er aus dem Korintherbrief (1 Kor 12,7), in dem es heißt: "Der Heilige Geist teilt seine Gaben zu, damit sie anderen nützen". Das sei der tiefere Grund der Firmung. Es gehe also bei den Gaben des Heiligen Geistes immer darum, unsere Fähigkeiten, Talente und Charismen als Aufgaben zum Wohl für andere zu verstehen. "Gabe und Aufgabe gehören zusammen". In der Firmung werde den jungen Menschen die Kraft des Geistes zugesagt. Sie werden vom Geist bestärkt für ihr Leben.
Weihbischof Ulrich Boom gab den Firmlingen zu bedenken, dass Gott in allen Lagen des Lebens bei ihnen sei. Gott habe seltsame Methoden, immer wieder bei den Menschen zu sein, auch in weniger positiven Situationen. "Er steht immer in Eurer Nähe, auch wenn es nicht so aussieht", hob Boom hervor und wies auf die vielen Kreuze in den Kirchen und unserer offenen Landschaft hin. Sie erinnerten daran, dass Gott in allen Brutalitäten unseres Lebens bei uns ist. Ulrich Boom wünschte den Firmlingen, dass sie die Freundschaft Gottes immer wieder erleben, auch wenn sie nicht (mehr) an ihn glauben: "Die Welt braucht Frauen und Männer, die dieses Vertrauen haben."