Im Friedhof in Bad Bocklet gibt es einen Bereich, der dem Besucher meist verborgen bleibt. Man muss schon ein wenig suchen, bis man weit unterhalb der Kirche die Steinkreuze findet, auf denen der Name der Männer steht, die in den Kämpfen bei Bad Bocklet am Ende des Zweiten Weltkriegs gefallen sind. Die meisten waren noch nicht einmal 20 Jahre alt und mussten noch kurz vor der Kapitulation sterben. Ein geschnitztes Holzkreuz mit dem Heiland weist auf ihr Schicksal hin und mahnt zum Frieden.

Dieses Holzkreuz erstrahlt nun wieder in schönem Glanz. Der Bad Bockleter, Paul Beck, hat es auf eigene Kosten restaurieren lassen. Dank eines kleinen Kupferdachs ist es nun vor dem Wetter geschützt.

"Mich hat das Schicksal dieser Gefallenen schon immer interessiert", erzählt er. Damals, als sie in diese Ecke des Friedhofs umgebettet wurden, war er dabei. Ihn schaudert es bei dem GEdanken, dass diese Soldaten in so jungen Jahren ihr Leben lassen mussten. "Das ist schrecklich und sollte nicht in Vergessenheit geraten. Wir haben großes Glück, dass wir in den vergangenen Jahrzehnten von einem Krieg verschont wurden", so Beck.
Das Holzkreuz, das an die Gefallenen erinnert, war noch vor wenigen Wochen in einem sehr schlechten Zustand. Paul Beck konnte das nicht ertragen: Er setzte sich mit Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer in Verbindung und fragte bei ihm an, ob man es nicht restaurieren könne. Paul Beck bot an, die Kosten dafür zu übernehmen. "Nach einem kurzen Telefonat mit der Gemeinde war alles geregelt. Paul konnte die Restaurierung in Auftrag geben", erzählt Christian Neugebauer.

Von einem Spezialisten wurde das Kreuz dann hergerichtet. Paul Beck wird sich auch weiterhin um das Holzkreuz kümmern. "Das Schicksal der Soldaten soll in Erinnerung bleiben."