Dem Regen trotzte die Freiwillige Feuerwehr Frankenbrunn bei ihrem Jubiläumsfest zum 130-jährigen Bestehen: Nicht weniger als fünf Tonnen Split seien notwendig gewesen, um den Boden im Festzelt trittfest zu machen, informierte Schirmherr Horst Vonroth. Trotzdem sanken hin und wieder die Festmöbel ins feuchte Wiesengelände ein. Pünktlich zum Festbeginn aber, setzte dann der Dauerregen aus.

Nach offiziellem Bieranstich und Feier am Samstag stand der Sonntag ganz im Zeichen des Dankes und des Rückblicks. Pfarrer Karl Theodor Mauer nahm die Arbeit der Frankenbrunner Feuerwehr sogar in seine Predigt auf. Stets habe gemäß dem Leitsatz "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" der Schutz der Ortsbevölkerung im Vordergrund gestanden. Vorsitzender und Kommandant Torsten Büchner dankte all jenen, die in den vielen Jahrzehnten für die Feuerwehr und damit dem Schutz der Ortsgemeinschaft einstanden.

Im Festzelt erinnerten Vonroth und Büchner dann an die wechselvolle Geschichte der Feuerwehr. Schwierig sei vor allem die Anfangsphase mit den nur wenigen Ausrüstungsgegenständen gewesen. Doch die Wehr habe sich stetig weiter entwickelt und auch den mit zunehmender Technisierung wachsenden Gegebenheiten angepasst. Sowohl mit Eigenleistung als auch mit Eigenmitteln half die Feuerwehr mit, die Ausrüstung stets auf dem notwendigen modernen Stand zu halten.

Auch die besonderen Leistungen der Ortsbevölkerung beim Bau der Feuerwehrhäuser wurden noch einmal lobend erwähnt. Viele freiwillige Arbeitsstunden waren zum Gelingen notwendig. Auch hinsichtlich der Ausbildung habe sich einiges zum positiven verändert. Hier wurde besonders die Arbeit um den Nachwuchs herausgehoben.

Beispielhafte Arbeit

Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) lobte die Frankenbrunner Feuerwehr. Sie halte nicht nur beispielhaft kameradschaftlich zusammen, sondern sei auch gut in die Ortsgemeinschaft eingebunden. 130 Jahre Hilfe und Schutz für Bürgerinnen und Bürger seien eine hervorragende Leistung, sagte stellvertretender Landrat Emil Müller (CSU). "Ihr macht eine hervorragende und beispielhafte Arbeit", würdigte Kreisbrandrat Benno Metz. Besonders herauszuheben sei die Jugendarbeit. Die Frankenbrunner hatten als erste Wehr im Landkreis eine Kidnergruppe ins Leben gerufen. "Macht weiter so", sagte Metz

Zum Festausklang am Montag stand zunächst am Nachmittag das Treffen der älteren Ortsbevölkerung auf dem Programm. Am Abend spielten bei Kesselfleisch und Haxen die Waldfensterer Bergmusikanten zünftig auf. Am Ende des Festes zeigten sich zufriedene Verantwortliche. "Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Besuch und Ablauf waren hervorragend. Auch unsere Helfer zeigten sich von der besten Seite", zogen Büchner und sein Stellvertrter Freddy Gerlach ein positives Fazit.