Viele Projekte unterstützte der Förderverein der Mittelschule Oerlenbach. Dies bestätigte sich auch in der Jahresversammlung, in der Vorsitzender Frank Katzenberger und Schriftführer Ulrich Müller, gleichzeitig Konrektor, die einzelnen Hilfen vorstellte. Dazu zählen der Sponsorenlauf, die Ganztagesschule, die Flötengruppe, Schulhofgestaltung und die Förderung schwacher Schüler. "Unsere Dienste sind breit gestreut", ergänzte Müller.

Der Schriftführer erklärte, dass zunächst alle anderen Hilfen ausgeschöpft würden. "Bewährt hat sich die enge Verzahnung mit Schulleitung und Vereinen. Immer können wir auf Bürgermeister und Gemeinde zugehen, die auf alle Wünsche großzügig und schülerfreundlich reagieren", ist Müller überzeugt. Zur Neubelebung vor zwei Jahren gehörten dem Förderverein 28 Mitglieder an, aktuell sind es bereits 66 Personen. "Der Zuwachs ist sehr erfreulich, obwohl wir keine sonderlichen Werbeaktionen starteten", sagte Katzenberger. Schriftführer Ulrich Müller erklärte: "Wir haben eingehend Richtlinien für Hilfen erstellt, um eine gerechte Basis zu schaffen. Die Eltern haben wir in Elternabenden und in einem Elternbrief informiert."

Einzelne Projekte wie 606 Euro als Rundenprämien beim Sponsorenlauf, die Schulhausdekoration und der Ganztagesbetrieb mit Basketball und Flötengruppe wurden sehr gut angenommen. Andere Ideen wie ein Nähmaschinenkurs, ein Erste-Hilfe-Kurs sowie die Förderung schwächerer Schüler werden noch beraten. Anvisiert sei in Zusammenarbeit mit dem Musikverein Oerlenbach, der Instrumente zur Verfügung stellen würde, der Aufbau einer Instrumentalgruppe.

Neugestaltung des Schulhofs

Weitgehend abgeschlossen sei die Neugestaltung des Schulhofs. "Wichtige Anstöße gab eine Informationsfahrt nach Haßfurt, bei der ein Pausenhof besichtigt wurde", erinnerte sich Ulrich Müller. Die eigene Anlage, von Landschaftsarchitektin Miriam Glanz in Abstimmung mit Schule und Gemeinde konzipiert, sei inzwischen fast fertig. Um die Bepflanzung habe man sich kürzlich gemeinsam mit den Schülern gekümmert. Aufgestellt werde noch ein größeres Klettergerät. Für die Einweihung des umgestalteten Pausenhofs sei das Schulfest 2013 angedacht.

Generell sieht sich der Förderverein als Helfer dann, wenn alle anderen Quellen, zum Beispiel am Landratsamt, in der Gemeinde und bei anderen öffentlichen Institutionen ausgeschöpft sind. Im Schulbetrieb selbst stehe der Verein vor allem dem Ganztagesangebot zur Seite. Für Schülern mit Schwierigkeiten solle der Bedarf ermittelt werden, um beispielsweise über ein Tutorensystem zu Fortschritten beizutragen. Weitere Mitglieder nimmt der Verein gerne auf. Zur Information soll ein Flyer erstellt und verteilt werden. "Je mehr zu uns stoßen, umso mehr können wir helfen", ist das Vorstandsteam überzeugt.


Der Verein Gegründet wurde der Oerlenbacher Schulförderverein 1997. Die Ziele waren damals vor allem die Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe. Zunächst war das Projekt mit Lehrer Oliver König auf große Resonanz gestoßen, bevor die Nachfrage nach dessen Wegzug rückläufig war. Im Jahr 2002 waren die Aktivitäten eingestellt worden und der Verein ruhte. Eine Neubelebung erfolgte schließlich im Juni 2010. Seitdem kümmern sich die Mitglieder um ein breites Spektrum an Aufgaben.

Die Neuwahlen Vorsitzender des Vereins ist Frank Katzenberger, stellvertretende Vorsitzende Susanne Winzig. Als Kassenwart fungiert Roland Christ, als Schriftführer Ulrich Müller, als Beisitzerin Margit Hofmann sowie als Kassenprüfer Claudia Rieger und Werner Vierheilig.