"Internetbestellungen sind für viele Menschen inzwischen ein fester Bestandteil des Alltags", sagte Frauenrings-Vorsitzende Birgit Fischer, "mit ein paar Klicks kann man Möbel, Elektrogeräte oder Kleidung weltweit bestellen und ein paar Tage später stehen diese bereits vor der Haustüre".
Doch wenn der bestellte Kühlschrank dann doch nicht passen sollte, erklärte Fischer, entstünden viele Fragen: Kann das Gerät einfach zurückgesandt werden? Gibt es ein Widerspruchsrecht? Was bedeutet ein Fernabsatzvertrag? Was man tun kann, wenn man erst geklickt und dann das "Kleingedruckte" gelesen hat, zu diesem Thema hatte der Ortsring Bad Kissingen des Deutschen Frauenrings Rechtsanwalt Werner Nied vom Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe ins Hotel Wyndham Garden eingeladen.
"Immer, wenn Sie etwas bestellen oder kaufen, ist das ein Fernabsatzvertrag", erklärte Nied, "wenn die bestellte Waschmaschine nicht gefällt, können Sie den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung widerrufen" Die Kosten für die Rücksendung müsse der Verkäufer tragen und auch die Original-Verpackung muss nicht aufgehoben werden.
"Einfach nur aus Versehen anklicken, das gibt es heute nicht mehr", so Nied. Zum Abschluss der Bestellung müsse immer "Jetzt kaufen" dastehen.
Wenn es Probleme mit der Rücksendung oder dem Widerruf gebe, solle der Kunde ruhig bleiben und Rückgrat zeigen - und wenn man unsicher sei, helfe ein Blick ins Impressum. "Wenn es kein Impressum gibt", erklärte der Anwalt, dann könne er nur von dem Kauf abraten. Im Zweifelsfall seien die Verbraucherzentralen gute Ratgeber. red