Bad Kissingen — "Feuer im Fürstenhof!" so hieß die Meldung, die am Mittwochabend gegen 20 Uhr Alarm bei der Bad Kissinger Feuerwehr auslöste. Nach ihrem Eintreffen stellten die Feuerwehrleute fest, dass es aus einem Anbau des "Fürstenhofs" qualmte. Daraufhin wurden auch die drei umliegenden Feuerwehren alarmiert.
Obwohl das Hotel seit einiger Zeit leersteht und die Fenster verbrettert sind, fand die Feuerwehr bei ihrem Eindringen in den Komplex in einem einzigen Raum gleich mehrere Brandstellen vor, die allerdings rasch gelöscht werden konnten, wie Kreisbrandinspektor Harald Albert vor Ort mitteilte. "Dass man gleich mehrere Brandstellen in einem Raum findet, ist schon recht seltsam", meinte er.

Von den rund 80 eingesetzten Feuerwehrleuten wurde das gesamte Gebäude einschließlich des Übergangs zum Schweizerhaus nach weiteren Brandstellen abgesucht. Die Feuerwehren standen mit ihren Fahrzeugen auf der Ludwigsbrücke und in der Schönbornstraße. Die Bismarckstraße war total gesperrt. Auch das Rote Kreuz war mit drei Fahrzeugen im Einsatz. Es gab jedoch keine Verletzten.

Offenbar vorsätzliche Brandstiftung

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, spricht mittlerweile alles dafür, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Der Brand war in der ehemaligen Küche ausgebrochen. Auf diesen Bereich beschränkt sich auch der entstandene Sachschaden, der etwa 10 000 Euro beträgt.

Bei den Ermittlungen, die im Laufe des Donnerstags von Beamten des Fachkommissariats der Kripo Schweinfurt fortgeführt wurden, bestätigte sich der erste Verdacht, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Es gibt auch deutliche Spuren darauf, dass sich in der zurückliegenden Zeit in dem ehemaligen Hotel immer wieder Personen unberechtigt aufgehalten haben.

Bei der Aufklärung des Falles hofft die Kriminalpolizei nun auch darauf, dass Zeugen irgendwelche verdächtigen Beobachtungen gemacht haben, die mit der vorsätzlichen Brandlegung in Zusammenhang stehen könnten. Sachdienliche Hinweise werden erbeten unter Telefon 09721/202-1731.