1858 soll im Französischen Lourdes die Muttergottes in einer Grotte der später heilig gesprochenen Bernadette Soubirous mehrfach erschienen sein. Lourdes entwickelte sich rasch zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der katholischen Kirche. In der dortigen Grotte wurde eine Marienstatue aufgestellt, die der Bildhauer Joseph-Hugues Fabisch nach der Beschreibung Bernadettes gefertigt hatte.

Weg von der Kirchenwand

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts geriet es auch in unserer Gegend in Mode, der Grotte von Lourdes nachempfundene Denkmäler zu errichten. So auch im Hausener Klosterhof. 1979 kaufte die Pfarrei einen Streifen des Geländes vom Landkreis, so dass die Grotte von der Kirchenwand wegversetzt werden konnte, da diese stark durch Feuchtigkeit beeinträchtigt war. Damals stiftete Edmund Weingärtner für die Grotte auch eine neue Madonna.

Durch Wildwuchs war nunmehr vom Mauerwerk der Grotte kaum mehr etwas zu sehen. So machten sich in den letzten Wochen Florian Kirchner, Peter Seuberling und Heinz Beck ans Werk, das Umfeld nach den Plänen des Kreisfachberaters für Gartenbau, Dieter Büttner, neu zu gestalten.

Restaurator Gerd Schneider fasste die Madonna neu und deren Stifter Edmund Weingärtner stellte sie wieder an ihren angestammten Platz. Gärtnermeister i.R. Peter Seuberling wird die Pflege der Pflanzen übernehmen.