Auf Anregung von Kreisheimatpfleger Werner Eberth hat das für den Kapellenfriedhof Bad Kissingen zuständige Sachgebiet Gebäudemanagement die Beschriftung der Gräber von zwei preußischen Offizieren erneuern lassen. Weitere Auffrischung ähnlicher Beschriftungen sollen folgen. Alles geschieht mit Hinsicht auf das 150 Jahre zurückliegende Gefecht um Kissingen im Rahmen des Deutschen Krieges von 1866. Bei dem Kampf auf dem Gebiet zwischen Winkels und Nüdlingen sind damals am späten Nachmittag über 50 Mitglieder des 2. preußischen Infanterieregiments Nr. 19, stationiert in Posen, gefallen.
Für die gewöhnlichen Soldaten wurde an der Straße zwischen Winkels und Nüdlingen ein Gedenkstein auf dem Massengrab durch den Bildhauer Michael Arnold, Kissingen, errichtet. In feiner Differenzierung zwischen Gemeinen und Offizieren wurden die gefallenen Offiziere fast alle im Kapellenfriedhof in Einzelgräbern bestattet.
Die Beschriftung für zwei Grabsteine hat inzwischen der Referatsleiter Baurat Hans Bauer bereits erneuern lassen, es handelt sich um die für den Hauptmann August von Zwehl und den Leutnant Georg Metze. Während der letztere am 10. Juli gefallen ist, ist Hauptmann von Zwehl erst am 12. Juli an seinen Verletzungen verstorben.
Baurat Bauer hat zugesagt, auch die Beschriftung der beiden Nachbargräber auffrischen zu lassen, wobei das westlich angrenzende Grab wiederum für einen preußischen Offizier steht, das nördlich anschließende für den bayerischen Hauptmann Baron von Reitzenstein.


Nächster Arbeitstermin

Beim nächsten Arbeitstermin auf dem Kapellenfriedhof, voraussichtlich am 25. Mai, 16 Uhr, werden sich die ehrenamtlichen Helfer auch um das Grab eines "tapferen Bayern" kümmern, dessen Neubeschriftung ebenfalls von der Stadt übernommen wird.