Ein nachträglicher Erfolg war den Schülerinnen und Schülern der Schlossberg-Grund- und Mittelschule beim Projekttag zum Thema "Klima, Energie und Nachhaltigkeit" beschieden, der im Januar 2016 durchgeführt wurde.
Auf der Grundlage der Bewerbung, die Rektorin Ritta Helfrich eingereicht hatte, wurde der Schule jetzt der Bürgerenergiepreis Unterfranken verliehen.
Der Projekttag war in Zusammenarbeit mit der Allianz Kissinger Bogen und in Kooperation mit dem Projekt "LandSchafft Energie" des Amtes für Landwirtschaft, der Regierung von Unterfranken und der Umweltstation der Stadt Würzburg durchgeführt.
Wie Rektorin Ritta Helfrich sagte, wurden die Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend und altersentsprechend auf die Projektinhalte vorbereitet. Sie stellte fest, dass sich die Schüler äußerst bereitwillig zeigten, sich mit dem Problemkreis "Klima, Energie und Nachhaltigkeit" zu befassen und sich zu engagieren. Früher erworbene Kenntnisse wurden einbezogen.
Beim Projekttag agierten die Schüler als "Lehrer" beziehungsweise als Multiplikatoren, indem sie selbst erarbeitete Sachverhalte sowohl den Ehrengästen und den Vertretern örtlicher Institutionen als auch ihren Mitschülern darboten. Auch auf das Erreichen der Lernziele war großer Wert gelegt worden.


Mitmachstationen

Besonders mehrere Mitmachstationen erweckten Begeisterung der Kinder. Dabei wurden Alltagssituationen, bei denen direkt oder indirekt dargestellt wurde, wie Energie sparsamer und effizienter genutzt werden könnte, mit einbezogen. Die Möglichkeit und die Notwendigkeit vieler Verhaltensänderungen, zum Beispiel beim Einkaufen, bei der Wiederverwendung von Abfallstoffen oder beim Heizen mit alternativen, regenerativen Energien, waren dargestellt worden.
Durchgängige Zielsetzung war die Sensibilisierung für den Planeten Erde mit seinen begrenzten Ressourcen. Als Problemfelder, die damit zusammenhängen, kamen auch Flüchtlinge und ihre Fluchtgründe zur Sprache. Außer den Kriegen gehe es um den Wegfall der natürlichen Lebensgrundlagen durch den Klimawandel, der wiederum vom unersättlichen Energiehunger in den reichen Industrieländern verursacht werde.
Als für alle zutreffendes Beispiel für das Schülerengagement wurden einige Neuntklässler befragt, die für den Projekttag das Thema "Energie und Nachhaltigkeit" aufbereitet hatten. Gefragt, ob durch Verhaltensänderungen der Klimawandel und der Treibhauseffekt gebremst werden könnten, äußerten sich alle sechs Schülerinnen und Schüler optimistisch.Dabei wurde die Verwendung regenerativer Energien, Sparsamkeit bei ihrer Nutzung, ein geändertes Einkaufsverhalten und die Notwendigkeit der effizienteren Abfallverwertung ins Feld geführt.


Immenses Sparpotenzial

Das Schulgebäude verfüge selbst über ein immenses Sparpotienzial, wenn man nur an die Verwendung moderner LED-Lampen denke. Begrüßt wurde es, dass die Heizung der Schule nicht mehr mit fossilen Rohstoffen (Öl oder Gas) sondern durch den nachwachsenden Rohstoff Holz erfolgt. Das Prinzip, dem sich die ganze Schule verpflichtet weiß, nannte Rektorin Ritta Helfrich am Ende: "Global denken - lokal handeln". Sie fügte hinzu: "Lernen ist Verhaltensänderung."