Eher skeptisch nahm der Gemeinderat die Ausführungen der Energieagentur (EA) Unterfranken auf, die das Projekt Kommunales Energiemanagement in der Sitzung vorstellte. Elfershausen hatte sich um eine Beratung beworben und war eine von 17 Kommunen im Bezirk, die von der Regierung für das Pilotprojekt ausgewählt worden war.

Aufgabe des gemeinnützigen Vereins aus Ingenieuren und Architekten ist es, den Kommunen die "enormen Wertschöpfungspotentiale durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien", nahe zu bringen. Außerdem sollen die in Unterfranken kaum genutzten Förderprogramme und die Notwendigkeit zur Umsetzung verdeutlicht werden. "Dieses Potential sehen wir als Chance, das aktuelle Know-how optimal einzusetzen und einen innovativen, unterfränkischen Weg zur Realisierung der Energiewende zu finden", betont Günther Manger von der Energieagentur.

Dipl. Ing Pius Weis informierte, wie dies in der Praxis aussehen kann. Demnach soll regionale Energieschöpfung durch die Nutzung von Windenergie, sowie Wasserkraft und Solar und Photovoltaik-Technik verstärkt werden; aber auch durch die nachwachsende Rohstoffe, wie Holz oder Biomoasse, um teure, fossile und schwindende Ressourcen zu vermeiden. Die Optimierung des Verbrauchs könne zudem der Kommune und dem Bürger Geld sparen.

Für Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) wäre es wichtig, dazu "eine Recherche vor Ort" durchzuführen. Die Energieagentur erachtete es allerdings als Aufgabe der Gemeinde, "eine Auswertungstabelle zu erstellen, um dann einen möglichen Weg aufzeigen zu können". Auch nach Meinung von Gemeinderat Achim Friedrich sei eine Ortsbegehung, die sich auf Schwerpunkte bezieht die optimale Lösung.

Keine spezifische Beratung

Hier stößt die Energieagentur jedoch an ihre Grenzen. "Wir dürfen laut Regierungsauftrag zwar in die Breite aber nicht in die Tiefe gehen", formulierte Weis. Das heißt de facto, eine gezielte, spezifische Energieberatung ist nicht möglich. "Wenn man Energie einsparen will, muss man Geld in die Hand nehmen. Wer sich nicht bewegt wird immer drauflegen", fügte er hinzu.

Volker Partsch vermisste konkrete Aussagen zur Beratung. Das aber wären Ingenieurleistungen, betonten die Vertreter der EA. Und diesen seien nicht erlaubt. "Wir können zwar den Weg aufzeigen aber nicht die Einzelberatung übernehmen", betonte Weis. Alfons Hausmann, der die beiden alten Schulgebäude in Elfershausen und Langendorf im Auge hatte, drängt auf eine punktuelle Beratung. Bürgermeister Neeb sprach sich dafür aus, das Rathaus energietechnisch anzugehen. Eine Entscheidung vertagte der Gemeinderat.

Der Gemeindebauhof erhält zwei neue Fahrzeuge. Auf Vorschlag des stellvertretenden Bauhofleiters, Christian Meilinger, will der Markt seinen kaum genutzten Unimog verkaufen und ein gutes, gebrauchtes oder neues Pritschenfahrzeug zum Preis von rund 20 000 Euro erstehen. Auch einen Schlegelmulcher, für den drei Angebote vorlagen, genehmigte der Rat. Hier wird ein Fahrzeug der Marke Reform Hydro zum Preis von 16500 Euro demnächst zur Verfügung stehen.

Ebenso ist die Restaurierung des Bildstocks "Marienkrönung", der an der Oberthulbaer Straße stand und inzwischen bei Bildhauer Peter Lorenz Emmert eingelagert ist, beschlossene Sache. Die Sanierung des aus dem Jahr 1716 stammenden Flurdenkmals fördern das Landesamt für Denkmalpflege mit 4000 Euro und der Bezirk Unterfranken mit 1600 Euro. Für den Rest der Gesamtkosten von 8 180 Euro kommt der Markt auf.