Schon mal eine halbe Stunde "Anfahrt" nimmt Willi Kirchner aus Zahlbach in Kauf, um die "wunderschöne Radtour" zu genießen, die am vergangenen Sonntag wieder von der DJK Oehrberg veranstaltet wurde. Seit 1984 organisiert der Sportverein alljährlich den Radwandertag. Und Kirchner ist seitdem jedes Jahr dabei. Weg von der Straße führen die Strecken, heuer von Randolf Sell und Marco Sell ausgesucht, durchwegs durch die umliegenden Wälder.

Doch nicht nur das begeistert den gebürtigen Oehrberger, sondern er genießt auch das eine oder andere Pläuschchen mit Freunden oder Bekannten auf der Strecke oder an der Kontrollstation, wo die Radler auch verköstigt werden.

Warum nicht auch 50 Kilometer?

"Kaum zu bremsen" war am Sonntag Daniel Höchemer. Der 30-jährige "Extremsportler" hat die 25-Kilometer-Strecke gleich zwei Mal zurückgelegt. "Warum nicht", antwortete er. Bei dem schönen Wetter und der schönen Strecke habe er nicht anders gekonnt.

"Schon immer" fährt Edeltraud Köth aus Lauter Fahrrad. Seit 15 Jahren begibt sie sich mit ihrem Mann auf größere Touren. Am Sonntag hatte es "endlich mal geklappt", bei der Familienfahrradtour im Nachbarort mitzumachen.

Gerade mal 15 Jahre alt, haben Niklas Schneider, Nico Ringelmann und Felix Markart schon "zehn Jahre Radwandertag auf dem Buckel". Spaß, Teamgeist und der Fahrradsport sind die Gründe, warum das Trio an der Veranstaltung teilnimmt. "Und wir hoffen natürlich auf den Hauptpreis", sagen die Jugendlichen, der bisher aber immer an andere ging.

Wieder nichts draus geworden

Leider hofften die Jungs auch heuer wieder vergebens. Denn Gewinnerin des Hauptpreises, eines Fahrrads, war die Oehrbergerin Heidrun Markart. Einen Schweineschlegel konnte Benedikt Rosenkranz aus Berlin mitnehmen. Patrizia Kleinhenz aus Burkardroth gewann einen Wasserkocher. Der jüngste und der älteste Teilnehmer bekamen einen Sonderpreis: die fünfjährige Milena Böhnlein aus Katzenbach und der 64-jährige Oehrberger Richard Schipper.

83 Radler gingen dieses Jahr an den Start. Die 25 Kilometer ohne größere Steigungen führten vom Sportheim durch das Lautsbachtal nach Waldfenster und weiter am Kirchberg nach Katzenbach, wo die Radler kontrolliert und verköstigt wurden. Über Hassenbach und den Oehrbachgrund wurden die Radler zurück zum Sportheim geleitet.

Über einen "gelungenen Tag" freute sich stellvertretender Vorsitzender der DJK Randolf Sell. Das Wetter habe super gepasst und bis auf kleinere Blessuren sei alles reibungslos verlaufen.