"Mit Herz und Chor", unter diesem Motto stand das Nachmittagskonzert in der voll besetzten Mehrzweckhalle in Hausen. Und dem Publikum wurde etwas Besonderes geboten - mit modernen, fetzigen, nachdenklichen und manchmal auch rockigen Liedern war Abwechslung garantiert. Veranstalter des musikalischen Nachmittags war die Chorgemeinschaft Hausen.


Große Bandbreite

Den Beginn machten die Mädels von "Chorisma". Seit viereinhalb Jahren sind die 18 Sängerinnen unter der Leitung von Antje Kopp schon aktiv. Mit "Adiemus" von Karl Jenkins boten sie einen sehr meditativen Beginn. Für eine eigenständige Note sorgte auch die Begleitung von Rudolf Wurm am Klavier sowie Veronika Neckermann an der Querflöte. Weiter ging es mit "Aber bitte mit Sahne" aus der Feder des unvergessenen Udo Jürgens. Auch widmeten sie allen Geburtstagskindern im Saal ein kleines Ständchen.

Mit dem "Irgendwie" von Nena und dem "Bad Day" zeigten die Sängerinnen schon im ersten Viertel des Auftritts, dass sie dem Publikum eine große Bandbreite verschiedenster Stimmungen, aber auch Stücke unterschiedlichster Couleur boten. Die Gesangseinsätze der "Chorismas" kamen dabei sekundengenau, es war der Enthusiasmus in der Stimme hören, mit dem die Sängerinnen zu Werke gingen. Außerdem überzeugten sie auch mit einer sehr sauberen Aussprache.

Anschließend hatte der "HeartChor" aus Sulzthal seinen Auftritt. Er bot verschiedene Musikrichtungen, wobei sein Fokus auf Liedern aus dem Popbereich lag. Die heißen brasilianischen Rhythmen des "Sambalele" passten genau zu den fast tropischen Temperaturen, die in der Mehrzweckhalle herrschten, so dass der besondere "Latin Groove" erst richtig zur Geltung kam.


Stimmenvielfalt

Und dann war etwas ganz Besonderes zu hören. Nämlich die Mädchenkombo "Jukebox", die für viel Furore im Saal sorgte. Rockig kam das "Black Horse and the Cherry Tree" daher. Es zeigte, dass Alice Hilfer, Luca Rihm und Theresa Glas ganz in ihrem Element waren. Etwas ruhiger war dann das "Another Day in Paradise", wobei Rihm mit ihrer Stimmvielfalt zu gefallen wusste.

Dabei konnte sie sich auf die gekonnte Unterstützung von Alice Hilfer (Gitarre, Vocals, Bass) und Theresa Glas (Drums, Gitarre) verlassen, die ihren Auftritt in der Mehrzweckhalle sichtlich genossen.

Schräg und für das ältere Publikum vielleicht etwas ungewohnt war das "Now" von Paramore. Die Mienen der drei "Jukeboxer" zeigten dabei, dass sie mit ganzem Herzen dabei waren, und dass für sie die Musik Lebenselexier ist. Auch wenn es die Kombo erst seit einem Jahr gibt und sie in Hausen erst ihren vierten Auftritt hatte, so lieferte sie eine Show ab, die sich sehen und vor allem auch hören lassen konnte.

Nach der Pause widmete sich der "HeartChor" dann Popstücken wie dem "Mambo" oder "Kompliment", während "Chorisma" mit einer besonderen Version von "Rock you" auch rockige Töne anschlug. Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des Projektchors "HeartChorisma", eine 'Weltpremiere', wie es Dirigentin Antje Kopp ankündigte.

Als Leiterin beider Chöre verstand sie es, die "Ressourcen beider Chöre" zu optimieren . Unter anderem beim "Drück die eins" wussten die Sängerinnen und Sänger mit ihrem konzentrierten, punktgenauen Einsatz zu gefallen. Eine äußerst gelungene Premiere war das "Fix you" von Coldplay, ein Stück, das durchgängig fünfstimmig vorgetragen wurde und sich im Verlauf sogar auf acht Stimmen auffächerte.

Zu Recht erhielten die beiden Chöre für ihre Leistungen großen Applaus. Nachdem die lautstark geforderte Zugabe gegeben worden war, war das Konzert zu Ende, welches vor allem durch seine musikalische Vielfalt zu gefallen wusste.

Sehr gut an kam auch die Tatsache an, dass sie gerade auf Kleinigkeiten geachtet hatten, die beim Konzert das Tüpfelchen auf dem "i" waren.