2013 war ein gutes Pilzjahr - und auch ein gutes Jahr für Weihnachtskrippen: Weil es in diesem Jahr in den Wäldern rund um Waldfenster viele Speisepilze gab, ging auch Christine Schmitt in den Wald. Neben Steinpilzen für den Kochtopf sah sie auch viele Baumschwämme.

Bei der Suche nach Krippenfiguren im Internet stieß sie dann auf eine "Schwammerlkrippe", wie Krippen aus Baumschwämmen in Oberbayern gern genannt werden.

Drei Stationen in einem

So startete sie erneut zur Pilzsuche, nur dass diesmal keine Steinpilze sondern Baumschwämme ihr Augenmerk galt. Entstanden ist nun eine "fränkische Schwammerlkrippe", die mit drei Stationen die Herbergssuche, die Geburt Christi und die Flucht aus Ägypten zeigt.

Angefangen hat Frau Schmitt mit ihren Krippenbauten im Jahr 2000. Damals entstand für die Kirche ihr bislang größtes Werk, eine Rupfenkrippe mit rund 30 Zentimeter hohen Figuren die ab Weihnachten jeweils in der Kirche ausgestellt ist.

Inzwischen hat Christine Schmitt rund 50 Krippen, die meisten sind selbst gebastelt, wobei ihr Mann für die Elektrik der größeren zuständig ist. "Eine kleine Krippe ist manchmal schon in 15 Minuten fertig, bei den größeren kann das schon mal ein paar Tage dauern", erläutert die Sammlerin.

Sie sammelt die Weihnachtskrippen wie andere Leute Briefmarken. In Waldfenster waren an den beiden letzten Wochenenden rund 35 ihrer Werke ausgestellt, dabei auch ein paar gekaufte "exotische".

Die Waldfensterer Bürger brachten nochmals ein knappes Dutzend meist selbstgeschnitzter Holzkrippen dazu, so dass nur zu erwarten bleibt, dass solch eine Ausstellung auch im kommenden Jahr wieder stattfindet. Denn der Besuch zeigte, die Bewohner von Waldfenster interessiert ihre Geschichte und damit auch die Herkunft der Krippen.