Stimmgewaltig und brillant interpretierten die 18 Sänger bekannte Melodien wie "Die zwölf Räuber", "Abendglocken", "Grünes Gras und Kalinka" und "Eintönig klingt hell das Glöcklein". Vierstimmig mit vielen Solopassagen, in denen sich die Solisten abwechselten, interpretierten die Sänger a cappella ihre Lieder auf höchstem Niveau. Dabei war die russische Sprache ein wichtiges Stilelement, das den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck des Chores abrundete.

Auch als Solisten beeindruckend

Beeindruckend auch, dass sich fast alle Sänger als Solisten vorstellten und beeindruckten. Ob als Tenor, Bariton oder Bass, immer trafen sie den richtigen Ton. Auch die Dynamik ihres Gesanges war eindrucksvoll und ein wichtiges Stilelement.

Ein bemerkenswertes Konzert, das in sich stimmig war, auch wenn eine Zuhörerin bemerkte: "Wenn man sie verstehen könnte, wäre es noch schöner."

Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff wurde 1921 in einem Internierungslager in der Türkei von Serge Jaroff (1896-1985) gegründet und bestand aus im Exil lebenden Donkosaken, die 1920 durch die Rote Armee vertrieben worden waren. Der Männerchor trat weltweit, aber vor allem in Europa und den USA, auf. Nach etwa zwölf Jahren Pause ist der Chor nun wieder unter der Leitung von Wanja Hlibka, dem ehemals jüngsten Solisten Serge Jaroffs, mit unverminder-ter Popularität in den großen Konzerthallen und Kathedralen Europas zu hören.

Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff war über fast sechs Jahrzehnte von 1921 bis 1979 einer der berühmtesten Chöre weltweit und Stammgast im deutschen Fernsehen. Auch in Bad Kissingen war der frühere Chor in den 1950er und 1960er Jahren des Öfteren zu hören. Und wenn man den ausverkauften Rossini-Saal und das begeisterte Publikum sah, hat der Chor nichts von seiner Popularität verloren.