Am Faschingswochenende legten sich die Närrinnen und Narren noch einmal richtig ins Zeug. "Narrentrasse statt Südlink" - unter diesem Thema stand der Faschingsumzug von Lauter nach Katzenbach. Dabei richtete sich die Kritik nicht gegen die Politiker, sondern gegen den Netzbetreiber Tennet AG.

Rund 2500 Menschen freuten sich in Steinach über einen abwechslungsreichen Umzug mit 28 verschiedenen Narrengruppen. Dort liefen trotz Sonnenschein einige Schneemänner durchs Dorf. Doch auch Meerjungfrauen, Pinguine und Pharaonen zeigten sich den Zuschauern. Am Ende des Zuges fuhr eine Gute-Laune-Armee, die mit ihrer Nebelmaschine für Disco-Stimmung sorgte.

Der Faschingsclub Selbsthilfe FCSH Ebenhausen veranstaltete seinen Jubiläumszug. Auf Sonderwagen nahmen die Ehrengäste mit den Prinzenpaaren der vergangenen 50 Jahre teil. Der Faschingsclub wagte aber auch einen Ausblick auf die kommenden 50 Jahre: "50 Jahre - und weiter geht die Reise". 27 Wagen und Fußgruppen beteiligten sich. Die Blaskapelle Ebenhausen nahm als lokales Thema die Baustelle Hegler-Halle aufs Korn.

Am Faschingszug des Karnevalsvereins Blau-Weiß Elfers hausen beteiligten sich rund 20 Wagen und Fußgruppen. Sie zogen durch die August-Ullrich- und die Marktstraße zum Schlosshof, wo eine Faschings-Fete stieg. Die Bürgerinitiative "Der Gegenstrom" nutzte den Umzug, um mit einem "trojanischen Pferd" gegen Südlink zu protestieren.

Fest in der Hand der Narren war am Sonntagnachmittag auch Westheim: Tausende Besucher verfolgten den Faschingszug durch den Hammelburger Stadtteil. Er findet nur alle zwei Jahre statt. 23 Gruppen mit mehr als 300 Teilnehmern gestalteten das bunte Treiben quer durch den Ort mit. Neben Fantasiethemen griffen sie lokale Ereignisse auf, zum Beispiel die Störche.