Der "Förderverein Dorfgemeinschaft Stralsbach" hat vor vier Jahren ein kühnes Projekt in Angriff genommen. Das ehemalige Schulgebäude wird seit 2011, dem Jahr der Vereinsgründung, und 2012 nach dem ersten Hammerschlag zum Ort von Begegnung und Kultur umgebaut.
"Wir liegen im Plan", sagte Andreas Schmück, der die Jahreshauptversammlung des Fördervereins leitete. "Wir Stralsbacher sind stolz darauf, dass wir unser Projekt so konsequent durchziehen. Wir sind im Endspurt. Im Juni wird eingeweiht."

5000 Arbeitsstunden seien bislang von freiwilligen Helfern geleistet worden. "Die sind alle Experten und wissen, wo und wie man bei einem solchen Umbau hinlangen muss." Schmück lobte auch die Mitarbeit der Stralsbacher Frauen, die die Arbeitskraft der Männer mit Brotzeiten stärken und sich auch bei vielen Arbeiten einbringen.
Weil die Kalkulierung finanziell wie ideell funktioniert, wurden der Vorstand und Kassierer Bernd Müller einstimmig entlastet.

Bei gut voranschreitendem Umbau nutzen bereits jetzt Musiker, Sänger, Frauengymnastikgruppe sowie Kleinkinder-Krabbelgruppe regelmäßig einige Räume.

Das Stralsbacher Schulprojekt wird als beispielhaftes Modell aus verschiedenen Quellen nach klar definierten Kriterien unterstützt und finanziert, von der Marktgemeinde und aus EU-Mitteln. Gewürdigt werden bei der Aufnahme in das Leader-Programm die Fähigkeiten von Bürgerinnen und Bürgern, sich in Eigeninitiative zu organisieren, um den demografischen und wirtschaftlichen Wandel gerade auf dem Land kreativ zu gestalten und Bürgern aller Altersgruppen attraktive Perspektiven in Freizeit und Beruf anzubieten.

"Das Schulprojekt ist von Anfang an nach einer zündenden Idee deshalb ein Selbstläufer geworden", so Vorstandsmitglied Dorothea Heuer-Kretschmer, "weil die Initiatoren um Berthold Kröckel stets darauf geachtet haben, möglichst viele Stralsbacher, ob jung oder alt, in die Meinungsbildung und Mitarbeit einzubinden."
"Unser Konzept ist akzeptiert", sagte Schriftführerin Monika Knauer. "Wir Stralsbacher haben uns gemeinschaftlich neu positioniert und wollen möglichst viele Mitbürgerinnen und Bürger mitnehmen."

Bei der Jahreshauptversammlung wurden die Aufgaben an den Festausschuss neu verteilt. Mitte Juni soll gefeiert werden, was aus der Stralsbacher Schule gemacht wurde und werden wird: ein lebendiger Ort der Begegnung für Fröhliches und Fortschrittliches, für Besinnliches und Kreatives im Miteinander der Generationen.