Die Duschen und Umkleidekabinen in der Zehnt halle Aschach befinden sich in desolatem Zustand. Dies wurde in der Bürgerversammlung deutlich, die 2. Bürgermeister Andreas Sandwall leitete. Die Halle wird vom TSV Aschach, vom Kegelclub, den Reservisten und dem Gesangverein genutzt. Vermieter ist die Gemeinde.

"Die Halle ist sehr gut belegt, sie wird von der Bevölkerung rege genutzt", sagte Sandwall. Die Duschen seien völlig unzeitgemäß und auch nicht mehr hygienisch. So wolle man die neuen Vertragsverhandlungen mit der Gemeinde dazu nutzen, dass die Duschanlagen und Umkleideräume renoviert werden.

Zu geringe Unterstützung

Robert Schmitt kritisierte in der Diskussion, dass die traditionellen Veranstaltungen von Gemeindeseite nicht mehr Unterstützung erfahren. So bewirte die Feuerwehr Aschach beim Maibaumaufstellen die Gäste im Feuerwehrhaus. Hierfür müssten an die Gemeinde 50 Euro abgeführt werden, auch die Schankgenehmigung koste Geld. Thomas Beck von der Verwaltung führte aus, dass die 50 Euro als Verbrauchsgebühren bei den gemeindlichen Gebäuden gedacht sind: "Es entstehen Kosten im Bereich von Wasser, Strom und Kanal. Mit dem Geld sollen diese Kosten gedeckt werden. Das ist marktgemeindeweit so festgelegt."

Alfons Götz sprach die Situation in der Von-Henneberg-Straße an: "Diese ist die schlechteste Straße im Markt." Oft seien Bauarbeiten versprochen, nie seien diese angegangen worden. Auch der Höllweg sei in schlechtem Zustand. "Ich lege großen Wert darauf, dass die Baumaßnahme heuer noch angepackt wird", erklärte Sandwall in Bezug auf die Von-Henneberg-Straße. "Dabei wird die Bevölkerung natürlich eingebunden." Auch die Anwohner müssten finanziell beteiligt werden. "Die Straße wird auch die Gemeinde noch sehr viel Geld kosten."

Bau des Kreisels

Wichtig sei auch der Bau des Kreisels an der Kreisstraße zwischen Aschach und Bad Bocklet. Die Kosten wurden auf 825 000 Euro geschätzt, davon müsse die Gemeinde 82 000 Euro tragen. Der im Moment noch bestehende Tunnel soll geschlossen werden. "Dieser ist zu steil und nicht behindertengerecht", sagte Sandwall. Viele durchquerten ihn auf dem Fahrrad, was ihn gefährlich mache. Durch den Bau des Kreisels werde der Ortseingang zu Aschach aufgewertet, ist sich Sandwall sicher. Im Herbst starten nach den derzeitigen Planungen die Bauarbeiten.

Peter Walkenhorst kritisierte die negative Darstellung des Fußgängertunnels, wie er in Berichten über die Gemeinderatssitzungen immer wieder lesen musste. "Der Tunnel hat Leben gerettet", ist Walkenhorst überzeugt. Seiner Ansicht nach gehen 80 bis 90 Prozent aller Fußgänger durch diesen Tunnel. "Ansonsten bin ich aber mit der Kreisel-Lösung zufrieden", meinte er. Sandwall gestand ein, dass der Tunnel sich bewährt habe. Da er nicht behindertengerecht sei, müsse der Fußgängerübergang nun nahe des neuen Kreisels verlaufen.

Michael Wehner sprach das Thema Südlink an. Am 11. Mai ab 19.30 Uhr findet im Kursaal in Bad Bocklet eine Infoveranstaltung statt, bei der Experten auch für Fragen zur Verfügung stehen. Michael Wehner ist Mitglied einer Gruppe von Bürgern, die das Thema aufgegriffen und sich intensiv damit beschäftigt haben. "Die Alternativtrasse, die im Gespräch ist, könnte in unmittelbarer Nähe an Aschach vorbeiführen.", sagt er. Dabei würde die Trasse auch durch das Biosphärenreservat führen, was nicht hinnehmbar sei, ist er überzeugt.

Statistik In Aschach haben zum Stichtag, 31. Dezember 2014, 959 Bürger ihren Hauptwohnsitz, das sind vier Personen mehr als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr konnte man sich über zehn Geburten freuen, fünf Sterbefälle gab es zu beklagen.