Station machten die Wanderer zunächst an der Scheuermühle in Richtung Detter. Der dortige Mühlgraben wurde vor einigen Jahren vom jetzigen Besitzer mit viel Aufwand wieder hergerichtet. Auch das Innere der Mühle, wo heute Strom erzeugt werden kann, konnten sich die Interessierten anschauen. Der weitere Weg führte über den "Eisernen Steg" über die Schondra zu einem kleinen Teich. Dort fischte Betz zwei Reusen voller Deutscher Edelkrebse aus dem Wasser. Sie hingen an seinem Finger und konnten mit ihren Scheren auch richtig zupacken.

1928 zum Sägewerk umgebaut


Danach erreichte die Gruppe die 1740 errichtete Michelsmühle. 1928 wurde sie zum Sägewerk umgebaut und lange Jahre vom damaligen Besitzer Robert Bott mit Wasserkraft betrieben. Der heutige Eigentümer Oliver Schwenzer hat das Sägewerk aufwändig restauriert. Der 1930 eingebaute Dieselmotor erfüllt noch heute seinen Dienst, wovon sich die Hammelburger Europäer bei einer Sägevorführung überzeugen konnten.
Letzte Station der Wanderung war die Sippachsmühle mit dem dortigen Jugendübernachtungshaus. Es war 1929 in erster Linie für die damaligen Holzrücker und Holzmacher erbaut worden.
Das von der Hitlerjugend vor dem Zweiten Weltkrieg aufgestockte Haus diente später als Erholungsheim für Kinder aus Berlin. 1962, anlässlich der Hochwasser-Katastrophe in Norddeutschland, wurden hier Kinder aus Hamburg vorübergehend untergebracht.
Heute wird das idyllisch im Schondratal gelegene Haus vom Pfadfinderbund Coburg betrieben, und Jugendlichen verbringen ihre Freizeit hier.
Nach einem Aufenthalt in der Mühle ging es mit dem Bus zurück nach Hammelburg. Dieter Galm bedankte sich bei Dieter Lotze für die hervorragende Organisation des Ausflugs.