Seine Geschichte reicht weit in das vorletzte Jahrhundert zurück. Nach der Vermutung des Bad Brückenauer Chronisten Josef Lisieke wurde schon um 1840 ein hölzerner Aussichtsturm auf dem Dreistelz errichtet. Dies wird indirekt bestätigt durch einen Zustandsbericht des königlich-bayrischen Landbauamtes Bad Kissingen, das dem Turm 1878 einen guten Zustand bescheinigt.
Er hatte eine Höhe von zwölf Metern, war ganz aus Fichtenholz gezimmert und mit Teer gestrichen. Die Postamentsteine der seitlichen Streben sind heute noch zum Teil erkennbar.
Ein Vermerk im bauamtlichen Zustandsbericht vom 10. Mai 1888 weist daraufhin, dass das Holz teilweise stark verfault war.
Am 16.August 1896 ergeht der Auftrag an die Firma Reinsch, einen 15 Meter hohen eisernen Turm mit "kiefernen" Bohlen herzustellen.
Bis dahin war der Nutzer der Pächter des Königlichen Mineralbades Brückenau. Am 1.Juli 1897 wurde der Turm dem "Badpächter" Roth übergeben. Im Jahr 1952 musste der Turm wegen der Schädigung durch Witterungseinflüsse gesperrt werden.


Einzigartige Aktion

Eine weitere Renovierung erfolgte 1965. Danach wurde ein Abriss des Turmes wegen zu hoher Instandhaltungskosten in Erwägung gezogen. Durch die Aufnahme in die "Denkmalliste" 1998 wurden diese Gedanken jedoch nicht weiter verfolgt. Nach notdürftigen Reparaturarbeiten wieder begehbar, wurde der Turm aber dann doch wegen erheblicher Sicherheitsmängel am 4. April des Jahres 2000 endgültig geschlossen.
Die Generalsanierung erfolgte dann in den Jahren 2000/2001.
In einer gemeinsamen Aktion vom Freistaat Bayern (Kurverwaltung) den umliegenden Gemeinden mit ortsansässigen Firmen, Gaststätten, Vereinen und Betrieben unter Federführung der Firma Tank- und Stahlbau Abersfelder und freiwilligen Helfern aus Modlos wurde der Turm überholt und hergerichtet. Im August 2003 wurde er der Öffentlichkeit übergeben.
Die Sanierungskosten, außer dern freiwilligen und "gesponserten" sehr hohen Leistungen beliefen sich auf insgesamt ca. 81 000 Euro, die der Freistaat Bayern bereitstellte.
Betrieben und unterhalten wurde der Aussichtsturm, Wahrzeichen und wichtige Attraktion, traditionell von der staatlichen Kurverwaltung Bad Brückenau bis zum 31. Dezember 2015. Danach übernahm der Freistaat Bayern (Forstverwaltung), sprich der örtliche Forstbetrieb Bad Brückenau, auf dessen Fläche der Aussichtsturm steht, den Betrieb und den Unterhalt des Aussichtsturms, flankiert von der Gemeinde Oberleichtersbach und dem Naturpark Rhön. Ein TÜV-Gutachten liegt bereits vor, sodass das Betreten des Turms wieder möglich ist. red