Seit bald 45 Jahren gibt es die Seniorenresidenz Rosenhof in der Bismarckstraße. Mit rund 80 Bewohnern ist der Rosenhof eine der kleineren Wohnanlagen in der Stadt. In Sachen Investitionen ist die Einrichtung allerdings gut dabei: Mehrere Millionen Euro fließen aktuell von der Betreibergesellschaft aus Ahrensburg in die dringend nötige Modernisierung des Standorts.
"Im Mai 1972 ist der Rosenhof eröffnet worden. Er hat jetzt schon einige Jahre auf dem Rücken", sagt Margarete Blach, Direktorin der Anlage am Kurpark.


Künftig mehr Bewohner

Statt 78 Apartments, die Gemeinschaftsräume, die Küche, das Schwimmbad und den Verwaltungsbereich zu sanieren, hat die Geschäftsführung beschlossen, den Gebäudebestand nach und nach abzureißen und neu zu bauen.
Die Anlage vergrößert seine Kapazitäten dadurch auf bis zu 140 Bewohner. In insgesamt drei Bauabschnitte werden die bestehenden Gebäude abgerissen und neu errichtet. Neben energetischen Aspekten spielt beim Neubau vor allem der rollstuhlgerechte Zugang eine Rolle. Der war bisher nicht zu 100 Prozent vorhanden.
Die Türen in den Wohnungen werden verbreitert, die Duschen werden ebenerdig. "Wir wollten, dass die Bäder und das ganze Haus barrierefrei werden", erklärt Blach. Bislang liegt der Haupteingang mit Rezeption beispielsweise im hinteren Bereich des Grundstücks, die Zufahrt führt über einen längeren Anstieg. Im Zuge des Neubaus wird der Eingang näher an die Straße verlegt, außerdem werden alle Gebäudeteile miteinander verbunden, so dass alle Bereiche der Anlage ohne den Anstieg erreichbar werden.


Erste Apartments im März fertig

Der erste Bauabschnitt ist bereits vorangeschritten und von der Straße gut sichtbar. Die Handwerker sind dort bereits im Innenausbau.
Bis etwa Anfang März ziehen die ersten Bewohner aus ihren bisherigen Wohnungen in die neuen Apartments um. Sie brauchen sich nicht um den Umzug zu kümmern, den organisiert der Rosenhof über eine Spedition.
"Wir wollen bei den Arbeiten so wenig Beeinträchtigungen für die Bewohner wie möglich", sagt Direktionsassistentin Alexandra Groten. Insofern sei ein Neubau ohnehin vorteilhafter, weil sich Lärm- und Schmutzbelästigungen im Vergleich zum Bau im Bestand in Grenzen halten. 2018 sollen die Arbeiten nach der Planung der Architekten abgeschlossen sein. Margarete Blach rechnet zur Sicherheit mit einem etwas größeren zeitlichen Puffer. "Ich bin froh, wenn wir 2019 fertig sind", sagt sie. Die Direktorin kündigt an, dass es für die Bestandsbewohner keine Mieterhöhung geben wird, für Neubewohner würden die Preise moderat angehoben.


Standort
Rund 20 Mitarbeiter sind in Pflege, Küche und Verwaltung im Rosenhof Bad Kissingen beschäftigt. Hinzu kommt Reinigungspersonal, das unter anderem einmal pro Woche die Apartments reinigt. Innerhalb der Rosenhof GmbH ist die Einrichtung in Bad Kissingen die kleinste. Insgesamt zwölf Rosenhöfe gibt es deutschlandweit, der Standort an der Saale ist indes der am südlichsten gelegene.