Das Amt eines Gemeinderates fordert viel Freizeit und Engagement, sagt Bad Bockleter Bürgermeister Wolfgang Back. "Ich bedanke mich bei allen Personen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten als Marktgemeinderäte in den Dienst des Marktes Bad Bocklet gestellt haben."

Sechs von ihnen scheiden nach der Kommunalwahl für die nächste Amtszeit aus. Waltraud Schill-Rückert, Paul Schmitt und Joachim Zehnter erhielten für ihren sechsjährigen Einsatz den "Ehrenbecher für besondere Verdienste". Bei Wolfgang Schultze, Michael Trümbach und Gabriele Stummer bedankte sich der Bürgermeister für ihre Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren mit der Bürgermedaille in Bronze und einer Dankurkunde. Bei ihrer letzten Marktgemeinderatssitzung waren die ausscheidenden Mitglieder wehmütig. Einträchtig verabschiedeten sie sich voneinander und wünschten sich für die Zukunft Glück.

Immer fair und respektvoll

Wolfgang Back lobte den fairen, offenen und respektvollen Austausch und Umgang miteinander. "Diese Gemeinsamkeit habe ich in meiner bisherigen Amtszeit sehr geschätzt." Er erklärte, dass in einem demokratischem Land dem Marktgemeinderat eine sehr hohe Bedeutung zukomme, die mit Verantwortung, Sachverstand und dem Schwur auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaats Bayern verbunden sei. "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen in dieser Form und für so eine lange Zeit in den Dienst der Bevölkerung, der Mitbürger und der Heimatgemeinde stellen."

Nicht nur Sonnenschein

Das Amt sei nicht nur mit Sonnenschein und Lobeshymnen verbunden. "Jede Person, die sich zur Wahl stellt, muss bereits mit ihrer Nominierung wissen, dass sie in der Öffentlichkeit steht und damit auch der öffentlichen Kritik ausgesetzt ist." Dennoch könne man als Rat die positive Entwicklung in der Gemeinde fördern, die eigenen Ideen in die Arbeit miteinbringen und am Ende auf gelungene Maßnahmen und Veränderungen zurückblicken.
Eine Unterstützung der Marktgemeinderäte durch ihre Ehepartner, ihre Familien, Kinder und Freunde sei unerlässlich. Nach zwölf Jahren scheidet Gabriele Stummer aus dem Gemeinderat aus. "Die Zusammenarbeit war harmonisch, es gab nie großen Zwist. Sachthemen standen im Vordergrund, alle zogen an einem Strang", meinte sie zurückblickend. Ausdrücklich lobte sie das Engagement von Bürgermeister Wolfgang Back, wodurch sehr viel für den Markt erreicht wurde.

Auch in Zukunft viel Arbeit

Wolfgang Schultze kandidierte vor zwölf Jahren zum ersten Mal, um aktiv für die Gemeinde einzutreten. "Ich wollte mich für die Allgemeinheit engagieren und auch sehen, wie die Prozesse in einer Gemeinde ablaufen", sagte er. Als Mitglied im Kur- und Fremdenverkehrsausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss konnte er sich ein Bild von den vielfältigen Aufgaben einer Gemeinde machen. Schultze kam es dabei auch immer wieder darauf an, Familien mit Kindern zu unterstützen. Er blickt zufrieden auf die vergangenen zwölf Jahre zurück. Die Zusammenarbeit im Gremium sei parteiübergreifend sehr gut gewesen. Sachliches habe eindeutig im Vordergrund gestanden. Dennoch wird es auch in Zukunft einiges anzupacken geben, meint er. "Straßen und zahlreiche Brücken in der Marktgemeinde müssen dringend saniert werden. Auch die Sanierung der Henneberg-Halle wird sehr wichtig sein."