Sebastian Dees, seine Schwester Christina, Tobias Kessler, Katrin Lutz, Sophie Backhaus, Katharina Distler und Marina Schneidmadl organisieren wieder den Kinderfasching. Seit vier Jahren hat der Jugendtreff mit Jugendlichen von der Blaskapelle die Veranstaltung organisiert, jetzt zeichnen nur noch die "Notenkiller" dafür verantwortlich, allen voran Sebastian Dees. Die jungen Leute haben das übernommen "weil es keiner gemacht hat", sagt Sebastian. "Das macht schon viel Spaß, weil so viele süße Kinder da sind, die man kennt", meint Christina Dees. "Es wäre ja eine Schande, wenn es in Ebenhausen keinen Kinderfasching gäbe", fügt sie hinzu. Und schließlich hat die Mutter von Christina und Sebastian früher schon beim Kinderfasching mitgemischt, da liegt das Engagement quasi in der Familie.

"Bei uns geht es familiär zu. Das sagen auch Eltern, dass es ihnen so gut gefällt, weil die Feier so klein ist", sagt Sebastian. Helfer zu finden für den Kinderfasching ist kein Problem, im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, die Probleme haben ihre Feste auszurichten, muss Sebastian nur fragen. So hat er sogar ein paar Helfer an seiner Seite, die gar nicht bei der Blaskapelle sind. Letztes Jahr nach dem Faschingsumzug hat er gleich Katrin Lutz und Sophie Backhaus gefragt, ob sie heuer mithelfen. "Nach dem Fasching ist vor dem Fasching", sagt er. "Wenn man gefragt wird, macht man natürlich mit. Sebastian hat mich überredet, und er hat nur zwei Sätze dazu gebraucht", sagt Katrin. "Ich habe gleich ja gesagt", erinnert sich Sophie, der der Umgang mit Kindern Spaß macht. Einige kennt sie von ihrem Praktikum aus dem Kindergarten.

Die Arbeit hält sich in Grenzen, meint Sebastian. Er muss zur Gemeinde und die Turnhalle buchen, dann müssen Getränke und beim Bäcker Krapfen und Amerikaner bestellt werden. Vier bis fünf Plakate hängt er auf. Dann müssen, von den weiblichen Helfern, vier Bleche mit Gewürzkuchen gebacken werden, und die sind nach der Feier alle leer geputzt. Der Aufbau geht relativ schnell und beim Abbau dauert es gar nur eine halbe Stunde, weil da viele Eltern mithelfen, berichten die Freunde. Dann wird natürlich Musik benötigt, die Purzelgarde und das Tanzmariechen werden eingeladen, Geschenke, Dekoration und natürlich Schaumküsse für das Wettessen der Piraten, Cowboys, Prinzessinnen und Clowns müssen organisiert werden. Ein paar Helfer werden bei der Ausgabe gebraucht, einer bei der Musik und einige zur Animation und für Spiele. Am Ende gehen die Kinder mit strahlenden Augen nach Hause. Und das ist wohl der eigentliche Lohn der Arbeit.