"Nicht zeitnah, sondern jetzt muss die B 286 neu kommen." So wertete Bürgermeister Franz Kuhn in der jüngsten Gemeinderatssitzung die aktuelle Situation für eine Umgehung, um die die Kommune seit Jahrzehnten kämpft und die nach dem Verbleib im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans endlich realisiert werden müsse.
Wie vielfach berichtet, wollte der Landkreis für das Teilstück von der Staatsstraße 4465 (früher B 19) nördlich an Eltingshausen vorbei in Vorleistung gehen. Nach umfassender Projektierung lief bereits das Planfeststellungsverfahren. Dieses zog der Landkreis inzwischen zurück, nachdem der Bund gefordert ist und damit für den Bau als Bundesstraße höhere Standards gefordert sind.
"Der Bund kann die Entwürfe des Landkreises aufgreifen und zügig das Vorhaben planen und umsetzen. Wir werden in Zusammenarbeit mit Staatlichem Bauamt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen und Stadt Bad Kissingen nicht locker lassen, um das Ziel zu erreichen", fasste Franz Kuhn zusammen.
Ergänzend fügte der Bürgermeister an, dass die Anbindung des Raumes Rannungen und Maßbach über eine künftige Kreisstraße parallel einhergehen müsse. Die bisherige Gemeindeverbindungsstraße Rottershausen - Rannungen befinde sich in schlechtem Zustand, seikurvenreich und schmal und weiste inzwischen große Schäden auf. "Wenn nichts geschieht, muss die Strecke wieder geschlossen werden, denn die Unfallgefahr ist viel zu groß", folgerte Kuhn.
Andreas Schmitt untermauerte das "Jetzt" zur B 286 neu: "Die KG 43 von Eltingshausen in Richtung B 19 ist in einem völlig desolaten Zustand. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von aktuell 60 km/ h muss weiter gesenkt werden, um das Schlimmste zu verhindern."
Klemens Wolf verwies darauf, dass die Weiterführung von Eltingshausen nach Bad Kissingen umgehend geklärt werden sollte. Stefan Karch fügte an, dass parallel eine Unternehmensflurbereinigung unverzichtbar sei.


Piktogramme für Hegler-Halle

Die Nordfassade der Wilhelm-Hegler-Halle wird "aufgepeppt": Dem Vorschlag von Architekt Johannes Messerschmitt, die große freie Fläche mit Piktogrammen zu versehen, schloss sich der Gemeinderat an. Dargestellt werden Fuß- und Volleyball sowie rhythmische Sportgymnastik. Die Symbole werden in cremefarbenem Ton aufgemalt. Dazu kommt über der Fensterfront der Name "Wilhelm-Hegler-Halle". Die Maßnahme kommt auf rund 3000 Euro und wird in Kürze abgewickelt, wenn die Halle nochmals gestrichen wird.


Rückzahlung nicht begründet

Den Waldweg "Beilberg" hatte die Gemeinde vor über vier Jahren saniert und dafür einen Zuschuss von 15 000 Euro erhalten. Jetzt fällt der Abschnitt in die Zufahrt zu einer Windkraftanlage, wird also zweckentfremdet genutzt. Deshalb soll der Zuschuss rückerstattet werden, informierte der Bürgermeister und verwies darauf, dass der Weg nach dem Bau wieder ausschließlich der Waldwirtschaft dient. Deshalb sei die Rückzahlung nicht begründet.
Zum Windräderbau hakten Martin Greubel und Reinhard Landgraf nach. Bürgermeister Kuhn versicherte, dass während der Arbeiten die gemeindlichen Wege befahrbar bleiben beziehungsweise die Zufahrten in die Waldabteilungen ermöglicht werden.
Lob zollte die Kirchenstiftung Rottershausen dafür, dass die Gemeinde die Abwassergebühren für Kindergarten und Jugendheim übernommen hat.