30 Jahre lang hat er den Kirchenchor Waldfenster mit viel Engagement und Herzblut geleitet. Aber irgendwann ist Schluss: Mit der Verabschiedung von Chorleiters Edmund Seller ist in Waldfenster jetzt eine Ära zu Ende gegangen. Einziger Trost: Mit Natalia Romanetskyi hat er eine würdige Nachfolgerin gefunden. Und sie leitete den Chor denn auch bei der Verabschiedung Sellers.
Sie singt seit zwei Jahren im Kirchenchor mit, hat am Moskauer Konservatorium studierte und hat Musik im Blut. Edmund Seller zeigte sich froh, dass es auch nach seiner Verabschiedung am Ort chortechnisch weitergeht.
Den ersten Auftritt hatte der Chor am 6. März 1983 bei der Primiz von Pfarrer Albrecht Kleinhenz. Sangesfreudige hatten dafür einige Lieder einstudiert. Was als Projekt begann, bewährte sich. Und so verfügt der Chor mittlerweile über ein Repertoire von weit über 200 Liedern. "Wer singt, der betet doppelt" meinte Pfarrer Albrecht Kleinhenz und zeigte sich überzeugt, dass das Singen zum Einen den ganzen Menschen fordert. Zum Anderen sei der Mensch dadurch aber auch beim Gottesdienst mit allen Sinnen dabei. "Man glaubt ja nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen" sagte Kleinhenz in seiner Predigt. Aus seinem tiefen Glauben habe Seller die Kraft geschöpft, den Kirchenchor zu leiten. Er habe das Talent gehabt, Menschen anzustecken und das Leben in Waldfenster entscheidend mitgeprägt.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marion Wenzel lobte, dass Edmund Seller das Amt als Chorleiter mit viel Engagement und Herzblut ausgeübt habe. "Einen Chor zu leiten ist eine Kunst, die du mit viel Geschick beherrscht hast", lobte Wenzel Seller. "Unter deiner Leitung hat es der Chor geschafft, auch anspruchsvolle Lieder einzustudieren und mit sehr guter Aussprache vorzutragen."
Sichtlich gerührt dankte Edmund Seller für die Glückwünsche im Rahmen seiner Verabschiedung. "Ich freue mich, mit Natalia Romanetskyi eine gute und hochmotivierte Nachfolgerin gefunden zu haben" freute er sich. Er sei optimistisch, dass der Chor gut für die Zukunft gerüstet sei und wünschte ihm, dass auch vermehrt junge Mitglieder dem Kirchenchor beitreten und ihn so in eine neue Ära führen. Pfarrer Albrecht Kleinhenz bedankte sich dafür, was Edmund Seller für Waldfenster und den Kirchenchor getan hat und wünschte der neuen Chorleiterin Gottes Segen für ihre Aufgabe sowie ein Wachsen und Gedeihen des Chores.