Einstimmig hat sich der Bad Bockleter Gemeinderat für den Einsatz moderner LED-Beleuchtung in der Steinacher Henneberghalle entschieden, mit deren Generalsanierung kürzlich begonnen wurde. Vor allem Ortssprecher Uto Schmitt bekannte sich als Befürworter von LED-Technik. Der Einwand möglicher Blendung von Sportlern beim Basketball-Korbwurf oder beim Ringturnen durch das hellere Licht ließ ihn unbeeindruckt: "Es ist ja kein Liga-Sport, sondern nur Schulsport."
So überwogen in der Diskussion tatsächlich die vom beauftragten Ingenieur vorgebrachten Vorteile der LED-Lampen: Sie haben eine längere Brenndauer, der Stromverbrauch und der Wartungsaufwand sind geringer. Gerade das letzte Argument zählte besonders für Thomas Beck, der im Rathaus für die Generalsanierung der Henneberghalle verantwortlich ist. Die kalkulierten Mehrkosten von 10 000 Euro für die LED-Lampen im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung hätten sich bei einer Brenndauer von 25 Jahren nach maximal zehn Jahren amortisiert. Aber wenn eine Lampe in der Hallendecke ausgetauscht werden soll, muss jedes Mal ein teures Gerüst aufgebaut werden. "Weniger Gerüste, weniger Kosten", setzte sich auch Beck für die LED-Beleuchtung ein.

Nicht in allen Räumen

Nach längerer Abwägung der Vor- und Nachteile entschied sich das Ratsgremium einstimmig für die moderne LED-Variante. Diese solle allerdings, war man sich mit Ortssprecher Uto Schmitt einig, nur in allen öffentlich zugänglichen Räumen wie der Halle, dem Foyer und in Fluren eingesetzt werden. Für weniger gebrauchte Räume wie Umkleidekabinen sei herkömmliche Beleuchtung ausreichend.
Anschließend gab Thomas Beck einen aktuellen Sachstandsbericht zur Sanierung der Steinacher Mehrzweckhalle. "Die Abbruchfirmen sind drin, es sieht aus wie auf einer Baustelle." Ende Februar soll der Gemeinderat zum Ortstermin eingeladen werden, bei dem es um die Auswahl der Bodenbeläge, die Art der Prallschutzwand und die für größere Veranstaltungen notwendige Bühnenvergrößerung gehen wird. Unterschiedliche Angebote will Beck dem Rat zur Auswahl anbieten. "Aber wie es so ist: Die guten Lösungen kosten mehr Geld." Doch sieht Beck momentan darin kein Problem. Manches Mal würden sich in anderen Gewerken Kosteneinsparungen ergeben, die dann an anderer Stelle für bessere Lösungen eingesetzt werden könnten, ohne die Kostenkalkulation zu gefährden.

Einmal pro Woche vorbeischauen

"Das ist eine andere Welt, wenn man jetzt in der Halle steht", empfahl Beck den Räten, sich hin und wieder einen Überblick über den Baufortschritt zu verschaffen. Der Öffentlichkeit ist allerdings der Zutritt absolut verboten, mahnten er und der Bürgermeister. "Allein schon aus Haftungsgründen", weshalb Schlüsselinhaber diese im Rathaus abgeben sollten. Nur Gemeinderat Uto Schmitt soll einen Schlüssel bekommen, was dieser dankbar akzeptierte: "Mir ist beim Neujahrsempfang von Einwohnern ausdrücklich die Pflicht auferlegt worden, als Steinacher Ortssprecher mindestens einmal pro Woche in die Halle zu schauen."