"Ich wurde schon als Kind von meinen Eltern im Rhönklub angemeldet", erinnert sich Andreas Müller. "Wir sind damals viel mit dem Verein gewandert. Besonders gut haben mir die Jugend-Wanderungen gefallen." Jetzt wurde er bei der Generalversammlung des Rhönklub-Zweigvereins vom Vorsitzenden der Region Saale-Sinn, Thomas Hammelmann, mit dem "grünen Band der Rhön" für seine Verdienste ausgezeichnet, auch wenn er sich aus familiären Gründen nicht erneut aufstellen lassen wollte. "Mir ist immer der Zusammenhalt zwischen Jung und Alt wichtig gewesen", sagt er mit leuchtenden Augen, "wir hatten einen Altersunterschied so zwischen 22 und 72 Jahren, aber das hat alles bestens funktioniert."

Zwischenzeitlich aber sei er dann jahrelang kein Mitglied mehr gewesen. Und das kam so: "Damals endete die Familien-Mitgliedschaft mit dem 18. Lebensjahr automatisch. Aber irgendwie hat man das nicht so registriert." Dem Rhönklub blieb er jedoch treu. Schließlich ist sein Vater Hüttenwart und seine Eltern begeisterte Rhönklubler. Und zu tun gab es sowieso immer etwas rund um das beliebte Wanderheim hoch oben in den Schwarzen Bergen. Da wuchs Andreas dann ganz selbstverständlich mit hinein.

Nicht nur Ausschank

"Ja - und irgendwann - so vor zehn Jahren etwa, wurde ich dann gefragt, ob ich mich in den Hüttenausschuss wählen lassen würde. Und da habe ich festgestellt, dass ich ja inzwischen gar kein Mitglied mehr war." Aber nichts leichter als das. Andreas wurde wieder Mitglied und konnte somit auch gewählt werden. Das ist alles andere als nur ein Akt fürs Protokoll. Die Mitglieder des Hüttenausschusses haben nicht nur im Ausschank zu tun, wenn die Hütte geöffnet ist. Renovieren, reparieren, Holz machen, die Hüttenumgebung sauber halten - immerzu fordert die Hütte Arbeiten ein. "Ich kann mich gut erinnern, dass wir - im Ganzen wohl so an die zehn Leute - wochenlang daran gearbeitet haben, den Fußboden zu sanieren. Da musste ein völlig neuer Aufbau gemacht werden." Diese und andere Arbeiten zu organisieren, war immer ein schwieriges Unterfangen, da die freiwilligen Helfer ja im Berufsleben stehen und durch Schichtarbeit oder andere Verpflichtungen nicht immer verfügbar waren.

"Besonders in Erinnerung sind mir auch die Arbeiten zur Erstellung der Garage. Wir haben dafür im Herbst mühsam den Hang neben der Hütte abgetragen, damit wir gleich im Frühjahr loslegen können. Im Winter ist dieser Hang dann aber abgerutscht - und die ganze Arbeit musste neu gemacht werden." Und dann lacht er: "Da war noch so eine Sache. Der Reinhold (Rüttiger) und ich haben den Einbau eines T-Trägers für den Nebenraum vorbereiten wollen. Der alte war vermorscht. Und da gab es nur die Möglichkeit, diesen Balken zu einem der Fenster hinein zu bekommen. Das war ein Akt! Ich wundere mich heute noch, dass wir das hingekriegt haben." Auch wenn sich Andreas Müller an diesem Abend in keine offizielle Funktion wählen lassen wollte, er wird dem Rhönklub treu bleiben und - so er kann - kaum eine Bitte um Hilfe ausschlagen, ist er sich sicher, "aber Familie geht derzeit vor".

Sömmersdorf und Rom

Für Mai hat der Rhönklub wieder eine Busfahrt durch den Truppenübungsplatz geplant, am 29. Juni stehen die Passionsspiele in Sömmersdorf auf dem Programm. Im September soll wieder eine dreitägige Alpenwanderung durchgeführt werden, und für Anfang November ist eine mehrtägige Fahrt nach Rom angesetzt. Daneben werden die üblichen Feste und Veranstaltungen wie Mai- und Oktoberfest oder das Musikantentreffen und viele Wanderungen und Ausflüge angeboten. Die Seniorengruppe trifft sich donnerstags zu einer eigenen Unternehmung.

Ehrungen

25 Jahre sind Irmgard und Gerd Kleinhenz, Bruno und Wilma Schultheis, Michael und Eleonore Geck sowie Arno Herbig und Gudrun Ziegler beim Rhönklub. 40 Jahre: Karl und Hildegard Feller, Dieter Feller, Johanna und Theo Hahn, Arndt Ziegler, Heidi Ziegler, Gerwin Kellermann, Rainer Breitenbach, Brigitte Lochner, Peter Ziegler und Ursula Ziegler.


Neuwahlen

21 Posten mussten besetzt werden. Rosi Schrenk ist weiterhin Seniorenbeauftragte. Vorsitzender ist nach wie vor Roland Heublein, seine Stellvertreterin bleibt Maria Rüttiger. Schriftführerin bleibt Christl Lößer. Für den bisherigen Kassierer Matthias Hergenröther, der das Amt des Naturschutzwartes übernahm, wurde Joachim Kirchner ins Amt gewählt, seine Stellvertreterin bleibt Maria Rüttiger.
Ebenfalls weiterhin im Amt bleiben die 1. und 2. Hüttenwarte Rudolf Müller und Albert Hüther und die Wanderwarte Helmut Rüttiger und Marco Bramer. Rainer Rüttiger bleibt 1. Wegewart. Für Karl Rüttiger, der sich als Stellvertreter nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Ehrenmitglied Werner Rüttiger gewählt. Zu Jugendwarten wurden neu gewählt: Andreas Fuß, Rebecca Rüttiger und Florian Heublein. Nichts geändert hat sich auch bei den Posten Pressewart und Kulturwart. Diesen Posten wird Walter Rüttiger weiter in Personalunion ausüben. Auch der langjährige Vergnügungswart Reinhold Rüttiger stellte sich erneut zur Wahl.
Im Hüttenausschuss sind Matthias Bachmann, Tobias Schuhmann, Roger Müller-Stahl, Christof Schrenk, Werner Rüttiger und Cristian Girz. bkj