Details sollen aus einer Probephase entwickelt werden - so das Fazit der Besprechung. Die endgültige Entscheidung wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung treffen. Bürgermeister Franz Kuhn schilderte die Überlegungen für einen Bürgerbus, vor allem angestoßen in Bürgerversammlungen und von Seniorenbeauftragter Karin Haut. "Die ursprüngliche Idee, die Aufgabe an eine Werbefirma zu übertragen, hat sich zerschlagen. Denn von dieser Seite wurde maximal ein Fünfsitzer angeboten. Wir tendieren aber zu einem Neunsitzer, um das Fahrzeug vielseitiger einsetzen zu können. Für einen Gebrauchtwagen haben wir Angebote eingeholt, die sich um 20 000 Euro bewegen", fasste Kuhn zusammen.

Dass Bedarf besteht, belegte Karin Haut aus Nachfragen in Seniorenkreisen: "In Ebenhausen würden an die zehn Personen Fahrmöglichkeiten nutzen, in den anderen Ortsteilen sieht es ähnlich aus. Basis müssen festgelegte Termine sein, z. B. dienstags Arztbesuche in Bad Kissingen und donnerstags Rundfahrten zu Einkaufsstationen in der Gemeinde. Vorher sind Anmeldungen über die Gemeindeverwaltung unverzichtbar."

Dem Vorschlag von Nils Seidl, die Maßnahme zunächst zu testen, folgte der Ausschuss. Erst nach diesen Erfahrungen sei es angebracht, auf örtliche Firmen als Werbepartner und Mitfinanzierer des Kleinbusses zuzugehen.

Schon Erfahrungen gesammelt

Vor Jahren nutzte die Gemeinde ein werbefinanziertes Auto, das vor allem am Wochenende Vereine und Institutionen sowie werktags Schule und Bauhof nutzten. Geregelt waren Fixgebühr je Tag und je Kilometer, Fahrtenbuch und Versicherungen. "Auf diese Modalitäten könnten wir zurückgreifen und Regelungen, die in anderen Orten wie in Hammelburg gelten, einfließen lassen", ergänzte der Bürgermeister und regte eine rasche Beschaffung an, auch wenn die Summe zunächst nicht im diesjährigen Haushalt vorgesehen sei. Umsonst könne der Kleinbus nicht genutzt werden, auch wenn die Fahrscheine nicht die laufenden Kosten decken dürften. "Unser Angebot ist ein Beitrag für mehr Lebensqualität. Wir dürfen nicht nur aufs Geld schauen", ergänzte Steffen Beutert.

Die Verwaltung wird umgehend Angebote und Einzelheiten zu Versicherungen einholen. Ein fester Fahrplan ist aufzustellen bzw. aus der Testphase zu entwickeln. Kuhn: "Wir gehen in Vorleistung zum Wohle unserer Bürger und setzen auf ehrenamtliche Dienste von Fahrern. Läuft die Einstiegszeit gut, dann wird es leichter Sponsoren per Werbeflächen zu finden."