von unserem Mitarbeiter Stefan Geiger

Alte Autoreifen, Metalleimer, leere Dosen, Plastikbecher und Glasflaschen. Die Umwelt hält oft als Müllhalde für Abfall und Schrott her. Da ist Abhilfe gefragt. 71 Freiwillige beteiligten sich am Wochenende an der gemeindlichen Flursäuberung. Sie sammelten säckeweise Unrat, um ihn anschließend ordnungsgemäß zu entsorgen.

Die Aktion übernahmen die vier Vereinsgemeinschaften Ebenhausen, Eltingshausen, Oerlenbach und Rottershausen. Viele Kinder und Jugendliche beteiligten sich an dem Ramadama. Rund drei Stunden suchten die Helfer mit Traktoren und Autos mit Anhängern die Straßen- und Waldränder ab und lasen den achtlos weggeworfenen Müll zusammen. Im Oerlenbacher Bauhof standen Container bereit, in die der Müll sortiert wurde. In Zusammenarbeit mit dem Abfallwirtschaftszentrum wird der Schrott wiederverwertet oder entsorgt.

Problemstelle Bahnhaltepunkt

"Sehr viel Unrat lag entlang der Straßen, wohl einfach aus dem Fenster geworfen wie Verpackungen von Fastfood", berichtete Manfred Schubert. Er leitete mit seinem Traktor eine Gruppe in Ebenhausen. "Allein auf einem kurzen Abschnitt fanden wir 20 weggeworfene Hugo-Flaschen", ergänzte Rainer Breuter. Jeder Gemeindeteil hat seine eigenen Problemstellen. "Relativ viel Müll sammelten wir am Bahnhaltepunkt und der Straße nach Ebenhausen sowie in Richtung Grüner Tiegel", schilderte Klemens Wolf für die Oerlenbacher.

In Eltingshausen bildeten die Zonen am Umspannwerk, entlang der KG 6 in Richtung B 286 und die "Setz" die Schwerpunkte. "Wir entdeckten in einer Hecke zu unserem Schrecken einige volle Einmachgläser mit Kirschen und Birnen - kaum zu glauben", berichtete Andreas Kukuk. Helfer Michael Bambach hat einen beispiellosen Fund gemacht: "An einigen Bäumen hingen Plastikbeutel mit Hundekot", sagte er. In Rottershausen reinigten die Helfer die Ränder der Straße in Richtung Rannungen und die Zone "Alte Hut". Am Löhlein holten sie ein altes Sofa aus den Büschen. "Wir fanden die üblichen Abfälle in üblicher Menge. Die Natur kann aufatmen, grünen und blühen", meinte Dieter Werner.

Lob für Engagement

Oerlenbachs Bürgermeister Franz Kuhn (BBO) lobte die starke Beteiligung. Wie die Container bewiesen, habe sich die Aktion gelohnt. "Nötig ist sie eigentlich nicht, wenn jeder mit der Umwelt normal umgeht", betonte er. "Doch es gibt sie eben immer noch, die Zeitgenossen, die einfach alles irgendwohin werfen."