"Das Kulturfestival der Region Fränkische Saale bezieht neben den ländlichen Ortschaften entlang der Saale auch die Städte mit ein", sagte der für die Durchführung zuständige Helmut Lapp von der Bayerischen Musikakademie Hammelburg zu Beginn der Konzertveranstaltung in der Bad Kissinger Wandelhalle. Wegen der unsicheren Witterung hatte man auf den Kurgarten als Veranstaltungsort verzichten müssen. Das Floß als Symbol des seit zehn Jahren bestehenden Festivals übergab Lapp an Georg Riedmann, den Vorsitzenden des Gesangvereins Garitz 1883.
Gleich zu Beginn wurde dem Publikum in der gut gefüllten Wandelhalle deutlich: Der Vorsitzende des Gesangvereins und seine Mitstreiter, unter anderem die engagierten Dirigenten Andrea Metzler und Stefan Ammersbach, können mit Recht sehr stolz auf die Ergebnisse ihrer Vereinsarbeit sein. Es ist unter anderem Sinn und Zweck des Festivals, dass die "Stars" der 50 Veranstaltungen nicht von weit her kommen, sondern aus der Region und die moderne Chorarbeit repräsentieren. Der jeweils lang anhaltende Beifall zeigte, dass die Früchte der zuweilen wohl mühsamen Proben Köstlichkeiten vermittelten. Die Melodien, die vom Projektchor "In Takt", dem Frauenchor, dem Männerchor und dem Gemischten Chor zu Gehör gebracht wurden, waren sinnbildlich ein "bunter Sommerstrauß". Der Projektchor In Takt (Dirigent Stefan Ammersbach) sang zum Beispiel neben einer Komposition aus Wales ein romantisches Liebeslied "Ich hab einen Schatz gefunden", Melodien aus dem Musical "König der Löwen" und den populären Hit "An Tagen wie diesen".
Mit viel Schwung und dem Lied "Wir machen Musik" setzte der Frauenchor mit seiner Dirigentin Andrea Metzler das Konzert fort. Als Moderatorin - auch des Männerchors und des Gemischten Chors informierte Regina Bolgen über geschichtliche Hintergründe und die Schönheiten der Kurstadt, zum Beispiel über die Vielfalt im Rosengarten. Zum Mitsingen wurde man durch den Männerchor animiert. Unter der Leitung von Andrea Metzler kamen einem da wohl Erinnerungen an den letzten Italienurlaub in den Sinn. "Ja, ja, der Chiantiwein, der lädt uns alle ein", wurde vom Männerchor dargeboten. Es folgte ein Potpourri bekannter italienischer Opern- und Operettenmelodien. Lieder, die zum Reisen und zu den sommerlichen Freuden passten, fügte der Gemischte Chor hinzu. Da gab es das stimmungsvolle "One Way Wind" ebenso zu hören wie ein russisches Volks- und Liebeslied "Wenn der Abendwind leise weht, denk ich an dich". Mit "Musik ist Trumpf" ging das großartige Konzert im Reigen des "Saale Musicum" zu Ende.
Lang anhaltender Beifall zeigte den Sängerinnen und Sängern die hohe Wertschätzung von Programm und Leistung der verschiedenen Chorformationen.