Auf große Resonanz stieß das Ferienprogramm der Vereine. Ortssprecher Albert Trost begrüßte zahlreiche Kinder und Helfer am "Freien Platz" in der Ortsmitte. Von dort liefen sie zum landwirtschaftlichen Anwesen von Walburga und Elmar Metzung. Hier konnten die Kinder viele Tiere bestaunen. Besonders interessant waren die Pferde und Ponys. Metzungs Tochter Katrin ließ die Mädchen und Jungen unter fachkundiger Anleitung auch ein paar Runden reiten.

Brotzeit nach Fußmarsch

Elmar Metzung, auch Vorsitzender der "Bulldogfreunde Vorrhön", zeigte den Kindern den früheren Wasser-Hochbehälter, den er erworben hat. Er erklärte, wofür das große Wasserbecken einst genutzt wurde. Zum Abschluss hatte Walburga Metzung für alle Kinder noch ein Eis als Überraschung.
Nach einem weiteren Fußmarsch in die Nähe des Wiesenbachs gab es dort eine Brotzeit und Getränke, zubereitet von Mitgliedern der Obererthaler Dorfmusik. Großen Applaus erntete eine Metzgerei aus Thulba, die die Brotzeit für die rund 25 Kinder spendiert hat.
Frisch gestärkt setzte die Gruppe den Marsch fort. Mitglieder der Feuerwehr ermöglichten den Kindern ein gefahrloses Überqueren der Hauptstraße am Ortsrand. Der Marsch endete an der Thulba direkt hinter der Jägersmühle. Dort fanden die Wasserspiele der Feuerwehr regen Zuspruch - nicht nur wegen der hohen Temperaturen.

50 Meter lange Seilbahn

Nach der Abkühlung konnten sich die Kinder beim Sportverein Rot-Weiß im Torwandschießen üben. Auch die Seilbahn stieß auf große Begeisterung. Die hatten Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft auf einer Länge von rund 50 Metern gespannt. Gesichert mit Klettergurten und Helm, durften die Kinder in etwa fünf Metern Höhe eine rasante Fahrt erleben. Dann wurde es laut an der Thulba. Zwei knatternde Oldtimer-Traktoren mit Personenanhänger trafen ein und luden die Kinder auf. Die Fahrt führte über den Wiesenweg in Richtung Thulba und endete am alten Wehr. Albert Trost erklärte, wofür das technische Bauwerk früher benutzt wurde. Die Fahrt mit den Bulldogs ging nun zurück nach Obererthal und endete im Hof der "Alten Schule".
Dort hatte die Plootzgruppe die Backöfen eingeheizt. Mit frisch gewaschenen Händen und bekleidet mit Schürzen, durfte jedes Kind aus Teig einen kleinen Brotlaib formen. Nach kurzer Backzeit holten die Bäcker das Brot aus den Öfen, und die Kinder durften es mit zurück zur Thulba nehmen. Dort hatten die Mitglieder der Kirchenverwaltung den Grill aufgebaut. Mit frischen Rostbratwürsten schmeckte das eigene Brot umso besser. Michael Weigand