Mit "Börnie" Nieland verbindet man den Mann, der nach der Gebietsreform 1972 im Landratsamt als Leiter des Sachgebietes "Fremdenverkehrsförderung und Naturpark", so der offizielle Titel, betraut wurde. Dem noch in den Kinderschuhen steckenden Fremdenverkehr brachte Bernhard Nieland das Laufen bei. Er, in Bad Kissingen geboren, liebte seine Heimat über alles und entsprechend hat er sie bei Touristikmessen zwischen Hamburg und München "nach außen verkauft": Mit aller Leidenschaft für das, hinter dem man vorbehaltlos steht. Sein Chef, der damalige Landrat Magnus Herrmann, übertrug ihm auch die Planung der Naturparkeinrichtungen im Landkreis und Bernhard Nieland hat als eine der ersten Maßnahmen das große Naherholungsgebiet Farnsberg mit dem Jugendzeltplatz in Angriff genommen. Als er 1989 als Fremdenverkehrsreferent aus dem Landratsamt in den Ruhestand verabschiedet wurde, schied er nicht gerade in Frieden. Er hatte seinen Dickkopf, der "Börnie".
Sein besonderes Hobby war die Fotografie. Er liebte es, für seine Heimat und seine Familie als Chronist alles festzuhalten und niederzuschreiben. Mit zunehmender Schaffensfreude stürzte er sich in die Arbeit und aus anfänglichem Zwang wurde ein begieriges Forschen und Archivieren. Seine reich bebilderten Bücher "Messerles und Pflöckeles" oder "Vom Kohlenklau zu Chesterfield" zeugen davon. - Die Beisetzung von Bernhard Nieland ist am Montag, 22. April, ab 13.30 Uhr auf dem Parkfriedhof in Bad Kissingen.