"Ein paar Mal geht noch"; versprachen Ilse Bach aus Reichenbach nach 100-maligem Aderlass und Elisabeth Leber aus Kleinwenkheim nach 75-maliger Spende Eugen Albert, während der stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes mit amüsanten Bemerkungen die Spender für 50-, 75- und 100- maligen Aderlass ehrte.
Wegen einer zur gleichen Zeit im großen Sitzungssaal des Rathauses stattfindenden Stadtratssitzung müsse die Ehrung hochverdienter Blutspender diesmal ins Rotkreuzhaus verlegt werden, erläuterte Albert und sagte, dass die Ehrung zum ersten Mal für die Bereitschaft Maßbach und Münnerstadt zusammen stattfinde.

"Treue Blutspender tun sich mit ihrem sozialen Engagement hervor", das heute nicht so selbstverständlich sei, sagte er in seiner Begrüßung der 15 anwesenden (von 24 geladenen) Blutspendern. Mit ihrer Bereitschaft hätten sie eine klare Position zur ehrenamtlichen Hilfe bezogen, betonte er. "Sie haben nicht für Geld und Lob gespendet, sondern einzig und allein, um Leben zu erhalten." Dafür sprach er ihnen hohes Lob aus.

Den ehrenamtlichen Helfern der BRK-Bereitschaften Münnerstadt und Maßbach dankte er "für ihren ganz besonderen Dienst" während der Spendentermine. "Ehrenamtlichkeit und Unentgeltlichkeit sind die besonderen Merkmale des internationalen Roten Kreuzes", unterstrich er. An einem solchen Dankeschön-Abend bekämen sie mit einer Anstecknadel und einer Urkunde ein wenig zurück für ihren ehrenvollen Dienst am Nächsten. Albert appellierte an alle langjährigen Blutspender, in ihrem Bekanntenkreis für die Blutspende zu werben.

"Zum Blutspenden muss man sich Zeit für andere nehmen", betonte auch Bereitschaftsleiterin Michaela Kühn und zitierte einen ihr bekannten Mann, der schon mehr als 100 Mal Blut gespendet hat: "Der Blutspendetermin ist wie ein Stammtisch. Man trifft immer die gleichen Leute und unterhält sich angeregt über dies und jenes."
Den Mitarbeitern der örtlichen Bereitschaften sprach Kreisgeschäftsführer Thomas Stadler (Bad Kissingen), die immer ohne Lob und Dank arbeiteten, höchste Anerkennung für ihren unentbehrlichen Dienst aus. "Blutspender sind Ersthelfer, die nie jemals ein Dankeschön und einen persönlichen Kontakt zu den Empfängern ihres Blutes erhalten", hob er hervor: "Die vornehmste Aufgabe des Roten Kreuzes ist die Daseinsvorsorge."