"Das Biotop Riedelgrube in der Nähe des Bahnhofs Ebenhausen wird sich in eine Fantasiewelt wandeln und zur Außenstelle des John-Bauer-Museums werden." Da sind sich die Verantwortlichen einig. Das außergewöhnliche Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei wird die nordische Sagenwelt mit Trollen, Elfen und Waldfeen lebendig machen. Es wird gefördert über das EU-Programm "Leader" und unterstützt von der Allianz Oberes Werntal. Entlang eines Erlebnispfades können nach Fertigstellung Besucher die Welt des berühmten schwedischen Zeichners John Bauer eintauchen, dessen Vater ja aus Ebenhausen stammt.

Ergänzung und Ausweitung

Die Riedelgrube mit ihren Steilböschungen und Wäldchen sowie offenen Wiesen- und Staudenflächen bietet eine ideale Kulisse dafür. Alle Freunde von Märchen, Sagen und Mythen können ihre Eindrücke aus dem Museum am Kirchplatz in der Riedelgrube nacherleben. Anja Erz-Holschuh und Cornelia Herterich, die Leiterinnen des John-Bauer-Museums, freuen sich schon heute auf diese großartige Ergänzung und Ausweitung. Ideen gibt es bereits genug, vom Bau eines Trollbaumes und Zeichenkursen bis hin zum Fest "Nacht der Trolle." Und sie brauchen dringend Verstärkung, um die vielfältigen Ideen zu realisieren. Interessenten können sich mit ihnen in Verbindung setzen.

Die Umgestaltung sollte eigentlich schon im letzten Jahr laufen, wurde aber wegen zu hoher Preisangebote vertagt. "Jetzt steht der Ausführung nichts mehr im Wege", hatte Bürgermeister Siegfried Erhard in der letzten Sitzung des Gemeinderats informiert. Inzwischen ist die Baueinweisung erfolgt. Einbringen wird sich der gemeindliche Bauhof. Er setzt Weiden auf Stock und lagert Baumstämme, die später Parkplätze begrenzen und als Sitzgelegenheit dienen. Die Bauarbeiten selbst führt für 40 000 Euro die Firma Schäfer (Eltingshausen) aus. Sie übernimmt Abbruchmaßnahmen, entsorgt die anfallenden Stoffe und verlegt Hartbrandziegel, auf denen die Firma Schäfer später die Schutzhütte stellt und mit diesen Außenflächen befestigt. Die Grünarbeiten übernimmt die Firma Landschaftsbau Rüger (Büchhold) zu 76 000 Euro. Sie koffert die Zonen für Wege und Plätze aus und befestigt diese als Erlebnispfad. Außerdem schneidet sie die Bereiche für Unterstellhalle und Toilette frei. Die weiteren Randbereiche richtet der Landschaftspflegeverband her. Die Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein, damit zum Schuljahresende das Biotop für Wandertage genutzt werden kann.
Die Umgestaltung war auf 135 000 veranschlagt worden. Davon sind 57 000 Euro als Zuschuss bewilligt. Der Rest bleibt bei der Gemeinde.