Man mag es sich gar nicht vorstellen, was bei einem Feuer im Azurit-Pflegezentrum alles passieren könnte. Um für einen solchen Fall - der hoffentlich nie eintritt - gewappnet zu sein, fand für die Feuerwehren des Marktes Bad Bocklet eine Großübung statt. Vor Ort war auch das Rote Kreuz zur Versorgung der Patienten.
Das Szenario lautete folgendermaßen: "Das Feuer ist im 1. Obergeschoss in der Elekronikverteilung infolge eines Kurzschlusses ausgebrochen", schilderte Kreisbrandmeister Steffen Kiesel. Dabei galt es, nicht nur den Brand effektiv zu bekämpfen, sondern auch die "Verletzten", die sich im Gebäude fanden, zu retten. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, waren auch Raucherzeuger im Einsatz, so dass die Atemschutzträger reale Bedingungen vorfanden, so wie sie auch im Ernstfall bestehen.
"Wichtig ist, dass Einsatzabschnitte gebildet werden, die Löschwasserversorgung effektiv geplant wird, der Brand schnell bekämpft wird und die Rettung der Verletzten schnell und schonend vonstatten geht", beschrieb Kiesel die Anforderung. Die Rettung der Verletzten geschah dabei teilweise über die Steckleitern, wobei natürlich die angenommenen Verletzten auch dementsprechend gesichert werden mussten.
Dabei war eine besondere Herausforderung, dass die Bewohner des Azurit-Pflegezentrums Bad Bocklet von der Übung nichts wussten, wie Silvio Wiltschek von der Hausleitung mitteilte: "Unser Personal muss beruhigend auf unsere Bewohner einwirken, eine Sache, die man auch bei einem tatsächlichen Brand beherrschen muss." Standardmäßig einmal im Jahr übe man hier den Ernstfall. "Das ist wichtig, damit man für alle Eventualitäten gewappnet ist", so Wiltschek.
Einsatzleitung war bei der Übung der stellvertretende Kommandant der Bad Bockleter Wehr, Alexander Gabel. "Alle Übungsziele wurden erreicht", äußerte sich der Kommandant der Bad Bockleter Wehr, Christian Horn, der ebenfalls vor Ort war, bei der Nachbesprechung des Einsatzes. Dabei hätte auch die Zusammenarbeit der Wehren und der Führungsdienstgrade hervorragend geklappt. "Die Übung war ein voller Erfolg", so Horn weiter. Die Feuerwehrleute und das Rote Kreuz waren mit viel Engagement bei der Sache und meisterten die ihnen gestellten Aufgaben.