Ebenhausens Fischerkönig 2015 ist Bernhard Braun, Jugendkönig Jonas Pfister. Diese Proklamation bildete zusammen mit Ehrungen für 40- und 25-jährige Vereinstreue den Mittelpunkt der Weihnachtsfeier des Sport-Angler-Clubs Petri Heil 66 Ebenhausen.
Kassier Ernst Rudolf erinnerte in der Zusammenkunft, zu der 100 Mitglieder und Freunde in die festlich geschmückte Turnhalle gekommen waren, an die Angelwettbewerbe im zu Ende gehenden Jahr, wobei sich die Trockenheit mit niedrigem Wasserstand nachteilig auswirkte. Die Jugendlichen trafen sich zu drei Vergleichen: An der Saale siegte Nick Wenzel mit einem 310 Gramm schweren Fisch. An der Wern setzte sich Benedikt Christ mit 430 vor Nick Wenzel mit 390 und Jonas Eck mit 380 Gramm durch. Am vereinseigenen See Laake bei Heidenfeld belegte Jonas Pfister mit einem 9490 Gramm schweren Karpfen den ersten Rang vor Stefan Schmitt mit 8620 Gramm.
Bei den Erwachsenen setzte sich an der Saale Michael Jeßberger mit 1740 vor Alexander Korshikow mit 1080 und Bernhard Braun mit 390 Gramm durch. Am See Laake schaffte Bernhard Braun das beste Ergebnis mit einem Karpfen von 7900 Gramm vor Otto Nickel mit 2200 und Siegfried Wallasch mit 600 Gramm. Kette bzw. Pokal als Fischerkönige konnten beim Nachwuchs Jonas Pfister und bei den Aktiven Bernhard Braun in Empfang nehmen.
"Wir können uns auf unsere langjährigen Mitglieder, die sich lange über lange Zeit in verantwortlicher Weise engagieren, stützen", würdigte Rudolf und listete die beispielhaften Dienste derer, die 40 Jahre dem Angler-Club angehören, auf.
Bernhard Braun übernahm bereits nach drei Jahren Zugehörigkeit den Posten als Gewässerwart. 13 Jahre betreute er die Vereinsanlagen und agierte als Abteilungsleiter für die aktiven Angler. 1991 stellte er sich für sechs Jahre als 2. Vorsitzender zur Verfügung, ehe er ab 1997 bis heute, also seit inzwischen 18 Jahren, an vorderster Stelle steht. "Du hast alle Vereinsvorhaben zuverlässig und unermüdlich begleitet. Auf dich war immer Verlass", sagte Rudolf und bat den Vorsitzenden, sich in gleicher Intensität auch künftig einzubringen. Seine großen Verdienste hatte der Verein im Vorjahr mit der Ernennung zum Ehrenmitglied gewürdigt.


Jeder wird gebraucht

Ebenfalls 1975 stieß Alfred Braunreuther zu den Anglern. "Du hast zwar keine offiziellen Aufgaben übernommen, aber wenn wir dich ansprachen, standest du immer deinen Mann. Du hast dich bei allen Fisch- und Marktfesten sowie Weihnachtsfeiern und Familientagen engagiert. Arbeiten an unseren Vereinsgewässern waren dir nie zu viel. Ob als Makrelengriller und Betreuer von Spülmaschine und Bierausschank sowie bei Auf- und Abbau hast du vor allem unser zeit- und kraftaufwändiges Fischfest tatkräftig unterstützt", listete Rudolf auf.
Zu den Stützen des Vereins zählt seit Jahrzehnten auch Erich Müller. "Du stehst seit 37 Jahren in Verantwortung", sagte Rudolf. Nämlich von 1987 bis 1991 als Vorsitzender und seitdem als Schrift- und Protokollführer. "Einsatzwillen, Gründlichkeit und Verlass zeichnen dich aus. Als Elektriker bist du beim Fischfest wichtige Stütze. Wir brauchen dich noch lange", erklärte Rudolf und erinnerte an 2007, als der Verein Erich Müller zum Ehrenmitglied ernannte.
Dies galt auch für Otmar Zänglein, der 1975 zum Verein stieß. "Acht Jahre warst du Kassenprüfer und vertratest anschließend die passiven Mitglieder im Vereinsausschuss. Du bist unser Koch, der uns seit Jahrzehnten bei allen Anlässen verwöhnt. Vor allem deine marinierten Heringe begeistern immer aufs Neue", sagte Rudolf.
25 Jahre gehören Manfred Rosche und sein Sohn Bernd dem Verein an. Beide setzten sich als Geräte- und Jugendwart ein. Zweimal war Vater Manfred Fischerkönig.
Dank zollte Rudolf auch Gerhard Plescher, der sich seit 29 Jahren um Geräte und Magazin kümmert, und Siegfried Wallasch, der 23 Jahre lang beim Fischfest den Räucherstand betreute. In seine Fußstapfen tritt künftig Jonas Kiesel.