Die Männer waren der Meinung, dass es erlaubt sei, ohne Waffenschein mit einem Luftgewehr auf dem eigenen Grundstück zu schießen. Staatsanwaltschaft und Gericht teilten diese Ansicht jedoch nicht.

In Deutschland ist nur der Besitz von Luftgewehren in den eigenen vier Wänden ohne Waffenschein erlaubt. Die Angeklagten wurden deshalb wegen unerlaubten Führens einer Schusswaffe zu Geldstrafen zwischen 400 und 1800 Euro verurteilt.

Im Mai hatten sich die Männer im Alter zwischen 23 und 25 Jahren auf einer Wiese getroffen, die an das Elternhaus eines der Angeklagten grenzt. Obwohl keiner von ihnen einen Waffenschein besitzt, schossen sie dort mit zwei Luftgewehren auf einen selbstgebauten Schießstand. Dabei wurden sie von einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife erwischt.

Alle drei räumten den Vorfall vor Gericht ein. "Das war alles unwissentlich. Wir haben gedacht, im eigenen Garten wäre das okay", sagte der Jüngste. "Stellen sie sich vor, jeder würde so in der Gegend herumballern. Stellen sie sich vor, nebenan ist der Nachbar, dort spielen Kinder und sie machen ihre Schießübungen", erklärte die Richterin mit Nachdruck. Sie betonte, dass die bayerischen Behörden bei Verstößen gegen das Waffengesetz generell hart durchgriffen. Waffendelikte kämen immer zu einer Anklage und zu einer Verurteilung.

Die Richterin verurteilte die Angeklagten zu jeweils 40 Tagessätzen. Die Höhe der Tagessätze wurde auf 10, 40 und 45 Euro festgelegt. Daraus ergaben sich Gesamtstrafen von 400, 1600 und 1800 Euro.