"Es ist noch nichts entschieden", kommentiert Fahrer Jürgen Kämmerer auf Nachfrage die Gerüchte rund ums Bad Kissinger Kurbähnle. Immer wieder und von mehreren Seiten wurde in den vergangenen Tagen die Behauptung gestreut, das Bähnle sei verkauft und werde im Herbst die Stadt verlassen. Richtig ist nur, dass der aktuelle Betreiber Jürgen Kämmerer dann aufhört: "Der 30. September wird definitiv mein letzter Arbeitstag sein", bestätigt der 67-Jährige, und: "Es wird Zeit, dass ich in Rente gehe." Danach würde er höchstens noch einspringen, falls sein Nachfolger mal einen Fahrer benötige.


Kämmerer: "Noch alles offen"

Wie es ab Oktober weitergeht, sei noch völlig offen, aber: "Wir wollen die Bahn in Bad Kissingen halten", gibt Kämmerer als klares Ziel aus. Dafür sieht er auch gute Chancen, "solange die Zahlen stimmen". Im Auftrag der Eigentümerin verhandle er aktuell mit mehreren Interessierten, berichtet Kämmer weiter. "Es ist noch alles offen", fasst der 67-Jährige den Sachstand zusammen.
Laut der Homepage www.kurbaehnle.dewird die "Kissinger Kleinbahn GmbH" durch Kristina Metz vertreten. Das erste Kissinger Bähnle nahm 1978 seinen Betrieb auf. Heuer startete am 13. April der regelmäßige Fahrbetrieb zwischen Innenstadt und Wildpark Klaushof. Neben dieser Strecke gibt es an Sonn- und Feiertagen geführte Touren mit dem Kurbähnle, außerdem kann die Bahn für Sonderfahrten gebucht werden.