Wenn man das Wohnzimmer von Karin Gabel betritt, kann man die Frauen vom "Freundeskreis Martin" eifrig beschäftigt sehen. Bereits einige Male haben sie sich hier getroffen und es gibt noch viel zu tun. "Im Moment sind wir gerade dabei, für das Lichterfest zu basteln", erklärt Karin Gabel, die ihren Wohnraum gerne für die Zusammenkünfte zur Verfügung stellt. Heuer findet das Fest am Sonntag, 13. November, statt. Der Erlös ist wie in jedem Jahr für ein Projekt von Pfarrer Martin in Ghana gedacht.

"In Tinga soll für zwei Bedürftige eine Wohnung eingerichtet werden, damit sie ein Dach über den Kopf haben", erläutert Gabel das Anliegen. Unter dem Motto "Ein Dach über dem Kopf - Zeichen der Barmherzigkeit" soll dieses Projekt durchgeführt werden. So will man auch im vom Papst ausgerufenen "Jahr der Barmherzigkeit" ein Zeichen setzen in der Bekämpfung der Armut in der Welt.


80 handgetöpferte Tassen

Heute ist auch Martina Faber dabei. Sie hat ihre handgetöpferten Tassen mit weihnachtlichen Motiven mitgebracht, die für den guten Zweck verkauft werden sollen. Rund 80 davon hat sie hergestellt, was nicht wenig Mühe gekostet hat. "Natürlich war das mit sehr viel Arbeit verbunden. Aber ich töpfere gern, und außerdem wird der Erlös für einen guten Zweck verwendet, was mich sehr freut", sagt Faber.

Die phantasievoll gebastelten Engel, die auf dem Tisch stehen, zeigen, dass sich alle sehr viel Mühe geben, damit beim Lichterfest Geld für das Projekt zusammenkommt. Das Lichterfest feiert heuer außerdem Jubiläum: Zum zehnten Mal wird es abgehalten, 2007 trafen sich die Frauen zum ersten Mal.. "Wir bedanken uns auch bei der Staatsbad und Touristik GmbH für ihre Unterstützung", so Gabel.

Höhepunkt wird bei der Veranstaltung, die von 14 bis 18 Uhr im Kleinen Kursaal in Bad Bocklet stattfindet, wieder die Verlosung um 16.30 Uhr sein. Am Abend des 12. November nach dem Gottesdienst bzw. am 13. November früh, ebenfalls nach dem Gottesdienst, werden in der Kirche der Pfarreiengemeinschaft Heiliges Kreuz die Lose dafür verkauft. Neben zahlreichen attraktiven Preisen ist der Hauptgewinn natürlich die Martinsgans - alternativ ein Gänseessen. Wer aber will, dass die Gans noch ein wenig auf Erden weilt, der kann das Exemplar auch lebend bekommen und dann als Haustier halten.


Afrikanisches Ambiente

Der Saal wird bei der Veranstaltung wieder afrikanisch dekoriert, verkauft werden auch afrikanische Stoffe und Schmuck. Kaffee, Kuchen, Glühwein und afrikanischer Tee laden zum Verweilen ein, die Bäckerei Schmitt sponsert wieder die Martinsweck. Für den Basar wird gerade noch gebastelt: Neben Lichtern, Kränzen und Engel ist auch hier das meiste selbst gebastelt. Bis zur Veranstaltung ist noch einiges zu tun, das aus zehn bis 15 Personen Team arbeitet auf Hochtouren, damit alles klappt. Bis zur Veranstaltung am 13. November wollen die Frauen aber fertig sein - das hat man schließlich in jedem Jahr geschafft.