Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung in Steinach. Bürgermeister Wolfgang Back (CSU) gab einen Jahresrückblick, bot einen Ausblick auf das kommende Jahr und stellte sich den Fragen und den Anregungen der Bürger, die unter anderem den Zustand der Straßen kritisierten und einen Grüngutplatz in Steinach wünschten.
In diesem und im vergangenen Jahr wurden auch wieder zahlreiche Investitionen getätigt, sagte Back. So wurden digitale Handsprechgeräte für die Feuerwehren angeschafft. Investiert wurde auch in den Steinacher Kindergarten. Hier wurde der Brandschutz verbessert und Verbesserungen im Eingangsbereich vorgenommen. Auch ein Heizkostenzuschuss in Höhe von 2400 Euro wurde gewährt. 2012 bzw. 2013 war die Straßenbeleuchtung der Ortsdurchfahrten Steinach und Roth sowie teilweise in der Straße "Am Quästenberg" in Roth erneuert worden. Die Zufahrt am Sportplatz Steinach war asphaltiert worden.
Große Investitionen wird in den nächsten Jahren die Henneberg-Sporthalle in Steinach nötig machen. Hier müsse strikt auf die Kosten geachtet werden, sagte Back. Deshalb könne auch nur das unbedingt Nötige umgesetzt werden, um die Kosten im Rahmen zu halten. Im Moment liefen die Vorplanungen, was umgesetzt werden kann. "Wir lassen uns Zeit, um die Kosten gründlich zu ermitteln. Schließlich müssen wir zu 100 Prozent im Kostenrahmen bleiben. Eine Kostenexplosion in diesem Bereich können wir uns nicht leisten", sagte Back. Er sprach auch die Tribüne an, die von einigen Vereinen gefordert worden war und erteilte dieser eine klare Absage. Diese würde mindestens 300 000 Euro an weiteren Kosten verschlingen und wäre keinesfalls finanzierbar. "Ich bitte hier, Vernunft walten zu lassen und nicht über das Ziel des finanziell Machbaren hinauszuschießen", appellierte er. Er hoffe, dass die Halle 2015 zum Fasching wieder zur Verfügung steht, wollte diesen Termin allerdings nicht versprechen: "Man darf sich bei den Baumaßnahmen nicht unter Druck setzen lassen."
Josef Böhnlein kritisierte, dass manche Straßen in schlechtem Zustand seien. Außerdem fragte er, ob es für die Renovierung der Henneberg-Halle Fördermittel gebe. Bürgermeister Back erklärte, dass gerade abklärt werde, auf welche Fördertöpfe dabei zurückgegriffen werden könne. Im Straßenbereich will die Gemeinde künftig vermehrt Gelder investieren, sagte Back weiter.
Bernhard Friedrich sprach an, dass er bei der Gemeinde angefragt hatte, ob man im Bereich der Fürstengasse und der Federgasse einen Spiegel anbringen könne, wodurch die Autofahrer die Kreuzung besser einsehen könnten. Nur die Federgasse lilege im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, sagte Back. Er räumte ein Versäumnis ein und sagte, dass ein Spiegel sinnvoll sei. Heinz Wehner informierte darüber, dass es in Steinach und Umgebung sehr viele illegale Grüngutablagerungen gebe. "Würde man hier in Steinach einen Grüngutplatz errichten, so würde dies sicher nicht mehr geschehen", sagte er. Back teilte mit, dass man keine Chance habe, dass der Landkreis in Steinach einen solchen errichte. "Man muss zur Ablagerung den Grüngutplatz in Bad Bocklet benutzen", sagte Back. Die Zufahrt zu diesem werde in der nächsten Zeit entweder betoniert oder asphaltiert. Helmut Schuck kritisierte den Standort des Grüngutplatzes - der zentrale Punkt der Marktgemeinde wäre Hohn und nicht Bad Bocklet gewesen.
Der Ortssprecher von Hohn, Jürgen Reuß, kritisierte, dass sich in Hohn bei der Abzweigung nach Bad Bocklet ein Kanaldeckel mindestens sieben Zentimeter gesetzt habe. Vor diesem Deckel sei zudem ein Straßenstück nur noch mit Schotter bedeckt, die Straße somit in einem schlechten Zustand. Back erklärte, Fachleute seien der Ansicht, dass die Maßnahme bis Frühjahr verschoben werden müsse - für Asphaltierungsarbeiten sei es zu kalt. Man habe aber die Schäden aufgenommen und angezeichnet.