Im vorigen Jahr war Konrad Straub noch als Besucher beim Bunten Abend der "Burkedröther Norr'n", der gemeinsamen Faschingsveranstaltung von örtlicher Feuerwehr und Sängervereinigung. Tischnachbar war damals Pfarrvikar Tobias Fuchs, und der klagte seinem Gegenüber, dass es schon seit geraumer Zeit durch das Dach des Pfarrhauses regnet. Auf der improvisierten Bühne im Schützenhaus wurden damals erstmals die von Bühnenbildner Roland Rottenberger gemalten drei Kreuze des Kreuzberges gezeigt, die im vergangenen Jahr wegen Restaurierungsarbeiten abgenommen waren. So entstanden bei Konrad Straub die ersten Ideen.

"Es wäre doch wirklich eine gute Idee, mal einen Mönch vom Kreuzberg kommen zu lassen und den das Geschehen mal von da oben aus betrachten zu lassen", resümierte er, und je länger er darüber nachdachte, desto besser fand er seine Idee und seine Vorstellungen. Nicht unerheblich war da auch, dass er vor Jahren zusammen mit Rita Markard schon erste "Büttenerfahrung als Marktplatzkehrer" sammeln konnte. "Als Mönch kannst du politisch und kirchenpolitisch doch etwas in die Tiefe gehen", erzählt Straub. Bei drei verschiedenen Pfarrern in nur drei Jahren, einem zugigen und nicht wetterfesten Pfarrhaus und sonstigen Ereignissen im Ort gebe es da natürlich einiges zu berichten, vor allem wenn man die Kehle beim Vortrag immer wieder mit Kreuzbergbier spülen kann.

So offenbarte "Bruder Konrad" auch das eine oder andere Gebet, das nicht in das neue, offizielle Buch aufgenommen wurde. So zum Beispiel sein persönliches Tischgebet "Oh Herr, helf mir bei Tisch, dass ich des größte Stück erwisch..." Zur musikalischen Verstärkung holte Konrad Straub noch Bruder Willi (Kirchner) mit Gitarre auf die Bühne, und zum Schluss stand dort ein ganzes Orchester aus Mönchen.

Gemeinsames Training

Auch Anna Rinke ist relativ neu auf der Bühne. Zusammen mit Lisa Schmitt und Nicole Manger trainiert die erst 14-Jährige die "Minikels", die Kindertanzgruppe, die aus 15 Mädchen und zwei Jungs im Alter von fünf bis zehn Jahren besteht. "Seit den Sommerferien trainieren wir gemeinsam, vorher hab ich aktiv in einer anderen Gruppe getanzt, aber so macht's auch sehr viel Spaß", sagt die junge Trainerin. Mit neun Jahren ebenfalls sehr jung war das Tanzmariechen Carolin Mock, das das Publikum zu großer Begeisterung hinriss.

Wie "Feldwebel" Thomas Höchemer, der durch das Programm führte, erläuterte, werde das Tanzmriechen scheinbar nie älter, stellte er die kleine Carolin aus Aura doch schon im vergangenen Jahr als Neunjährige vor. Mit dabei auch in diesem Jahr wieder Annegret Winter und Bettina Faber, die "Blägg Mountain Sänger", die Tanz-Gruppe "Lady Like" aus Lauter, die "Kindsköpf" und zum Abschluss Carmen Rottenberger als Ilumnia.

Der nächste Termin

Am Samstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr findet dann die zweite Sitzung wiederum im Stralsbacher Schützenhaus statt.