Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön hat sich in diesem Monat fortgesetzt. Im April waren 7862 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 833 Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent im März auf 3,2 Prozent im April.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Niveau der Arbeitslosigkeit deutlich niedriger: Hier wurden 1151 Arbeitslose mehr gezählt, und die Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Damit ging die Arbeitslosigkeit sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr stark zurück.
"Die Frühjahrsbelebung ist eine der Ursachen für die rückläufige Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote sank seit 1990 erfreulicherweise auf den niedrigsten Wert in einem April", stellte Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schweinfurter Agentur für Arbeit, fest. "Die Bewegung bei den Zu- und Abgängen spricht für einen anhaltenden Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt", so Stelzer.
Darüber hinaus wird der Arbeitsmarkt auch durch Teilnehmer an arbeitspolitischen Maßnahmen entlastet. Der Bestand der Teilnehmer an solchen Bildungsmaßnahmen ist im Vergleich zum Vormonat ebenfalls deutlich gestiegen. Im April nahmen ca. 4000 Personen an den unterschiedlichsten Maßnahmen teil.
In der statistischen Zählweise beendet die Teilnahme an Integrations- und Sprachkursen vorübergehend die Arbeitslosigkeit. Im März wurden in der Region Main-Rhön 645 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das waren 8,2 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen. Den weitaus größten Anteil bildeten dabei Menschen aus Syrien (407 Personen).
Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, sank um 6 auf 23 Betriebe mit insgesamt 737 Arbeitnehmern. Der Bestand an offenen Stellen erreichte mit 4263 erneut einen Höchstwert. Die meisten betreffen das verarbeitende Gewerbe, gefolgt von Gesundheit und Soziales. Die Zahl der Jugendlichen, die im April noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, lag mit 1212 um 42 oder 3,6 Prozent höher als vor der Jahresfrist. Sie hatten die Wahl zwischen 1894 unbesetzten Ausbildungsstellen. Damit standen im April rein rechnerisch jedem jungen Menschen ohne Ausbildungsstelle 1,6 offene Stellen zur Verfügung. red