Fast drei Stunden inklusive großem Zugaben-Block unterhielt Martin Schmitt mit urig-komisch, bayerischen Anekdoten und Lebensweisheiten. Witzige Wortspiele und Reime, gekonnte Mimik und Körpersprache, cooler Gesang und grandioses Piano-Spiel, fullminant am Steinway D-Konzertflügel vorgetragen.
Paarproblematische Bemerkungen wie "Ich liebe dich, aber I mog di net" oder auch leicht sarkastische Wortspiele berufsspezifischer Sterbearten wie "Der Turner verreckt, der Automechaniker schmiert ab, der Spanner ist weg vom Fenster" etc. fanden großen Anklang beim Publikum.
Die Piano-Parts im ersten Set, darunter viele Eigenkompositionen hatten die Titel "Bottom -Land-Boogie", "Schmittisch Airways", "des geht net guat" , "Boogie&'Woogie Jump", "Der Mardar war do" und das Fremdwort-Spiel "der Nektar ist ein Fluß".

Publikum gab die Einlage

In der Pause gab es kollektives Boogie-Piano-Spiel der zahlreich anwesenden Hobby-Pianisten aus der Region.
Im zweiten Teil steigerte Martin Schmitt nochmal die ohnehin schon heftige Gangart. Piano-Riffs im Höchsttempo , schmissige Texte und Gesangsproben mit dem Publikum brachten viel Abwechslung und Spaß.
Die Titel "Aufbassn",und der "Lebensrücklauf" wurden ebenfalls von Martin Schmitt selbst geschrieben und komponiert.
Nach lang anhaltenden Standing Ovations durch das faszinierte Publikum gab es um 23 Uhr noch die gewünschten Zugaben. Verniedlicht und komisch gesungen "Sex Bomb" , "Cameleon"-Blues Improvisation zu drei Händen, im Duo mit Bühnen-Chef Peter Kleinhenz und "Hit the road jack" mit Martins Mundtuba .
Beim Cool-Down nach dem Konzert brillierten noch am Barflügel die Boogie- und Jazz-Pianisten Michael Wolz aus Würzburg, Lutz König aus Bebra, Wolgang Brück aus Bad Hersfeld zusammen mit Martin Schmitt im "Midnight workshop".