Die Arbeitslosigkeit in der Region ist im März gegenüber den Vormonaten zurückgegangen. Da sie in den Wintermonaten wegen der milden Witterung weniger stark angestiegen war, fiel der Rückgang der Arbeitslosenzahl jetzt auch nur relativ moderat aus, teilte die Agentur für Arbeit in Schweinfurt mit. Die Arbeitslosenquote sank von Februar auf März um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Damit waren in der Region Main-Rhön im Berichtsmonat 9482 Menschen arbeitslos gemeldet, 471 weniger als im Februar. "Vor einem Jahr hatte die Witterung die Arbeit in den Außenberufen wesentlicher stärker erschwert", sagt Agenturchef Thomas Stelzer. "Sowohl im Februar als auch im März waren damals über 300 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als in diesem Jahr".
"Im Bezirk der Schweinfurter Arbeitsagentur ist der saisonale Ausschlag im Landkreis Bad Kissingen traditionell am deutlichsten" so Stelzer weiter, "da in diesem Kreis das Hotel- und Gaststättengewerbe und die Baubranche relativ stark vertreten sind. So fiel auch in diesem Jahr der Rückgang in diesem Kreis mit sieben Prozent gegenüber dem Vormonat stärker aus als in allen anderen Regionen". Die Arbeitslosigkeit im Kreis verringerte sich von Februar auf März um 176 auf 2328 Personen. Das waren 215 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Viele Arbeitsaufnahmen zum Saisonbeginn sind Wiedereinstellungen - aber es gibt dabei auch zunehmend einen Wechsel der Arbeitsstelle.
980 Arbeitnehmer mussten sich in der Region Main-Rhön im März arbeitslos melden. 1323 Arbeitslose konnten wieder eine Beschäftigung aufnehmen, das waren 508 mehr als im Februar. Darunter waren viele so genannte "Wiedereinsteller", welche die Arbeit zum Frühjahrsbeginn wieder aufnahmen, meist bei ihrem bisherigen Arbeitgeber, insbesondere in den saisonal geprägten Branchen.

Mehr offene Stellen

Die Mehrzahl der neuen Stellenangebote für den Frühjahrsaufschwung geht erfahrungsgemäß bereits im Februar ein. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, dass der Stellenzugang mit 770 neuen Angeboten um 15 Prozent unter dem Vormonat liegt. Dennoch stieg der Bestand an offenen Stellen weiter an auf 2548 Angebote. Damit waren 20 Prozent mehr offene Stellen gemeldet als vor einem Jahr. Die bei der Stellenbesetzung besonders
problematischen Branchen haben sich seit Monaten nicht geändert. Neben der Hotellerie und Gastronomie sowie dem Pflegebereich -besonders in der Altenpflege- trifft es immer mehr Sparten des Handwerks.

Weniger Kurzarbeit

Es gab im März noch 56 Firmen in der Region Main-Rhön, welche nicht ausgelastet waren und für insgesamt 3000 Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten. Der Großteil der Betroffenen waren dabei Beschäftigte in Produktionsbetrieben. Gegenüber dem Vormonat, als noch 3400 Arbeitnehmer aus über 60 Betrieben angemeldet waren, ist die Kurzarbeit aber etwas zurückgegangen.
Der Ausbildungsmarkt entwickelt immer mehr zu Gunsten der Bewerber. 1511 Jugendliche waren im März noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren. Sie hatten die Wahl unter 1886 unbesetzten Berufsausbildungsstellen.