Valentin Röder wurde am 26. Dezember 1930 in Haard geboren. Nach seinem Schulbesuch in Haard half er in der elterlichen Landwirtschaft mit und machte eine Schreinerausbildung in Bad Kissingen. Später arbeitete er bei mehreren Firmen der Bauwirtschaft. Von großem Fleiß und Arbeitsethos geprägt, wurde sein handwerkliches Können allseits geschätzt.
Mit seiner Frau Klara, die er 1954 heiratete, konnte er Diamantene Hochzeit feiern. Kurze Zeit danach starb sie. Die Eheleute schufen sich ein Eigenheim und konnten sich über drei Kinder freuen.
Energie und Tatendrang Valentin Röders kannten keine Grenzen. Neben seiner Arbeit in seinem großen landwirtschaftlichen Betrieb engagierte er sich sehr für seine Heimatgemeinde. Er war Vorsitzender der örtlichen Flurbereinigung und wirkte in mehreren Ortsvereinen tatkräftig mit. Viele Jahre spielte er zum Beispiel mit Begeisterung das Tenorhorn.
Einen Einschnitt brachte ein Schlaganfall im Jahre 2010. Immerhin freute sich der "Familienmensch" Valentin noch sehr über die Entwicklung seiner Kinder und der sieben Enkelkinder, denen er ein wertvoller Ratgeber war. Mehrere runde Geburtstage und Hochzeiten konnte er noch erleben. Der tief gläubige Christ Valentin Röder starb am 19. Oktober im Krankenhaus in Bad Neustadt.
Bürgermeister Harald Hofmann würdigte die Verdienste des Verstorbenen für seinen Heimatort Haard. In den Jahren von 1971 bis 1980 war Valentin Röder Leiter der Flurbereinigung in Haard. 1989 wurde er Feldgeschworener und setzte sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen ein. Ehrende Nachrufe fügten die Vereinsvertreter der Freiwilligen Feuerwehr, des Gesangvereins Eintracht Haard und des Musikvereins Haard hinzu.