Bad Kissingen — Vertreter aus dem Landkreis Bad Kissingen haben am Dienstag im Wirtschaftsministerium in Berlin 9500 Unterschriften gegen die geplante Stromtrasse Südlink an dem Parlamentarischen Staatssekretär Uwe Beckmeyer übergeben. Das teilte das Landratsamt Bad Kissingen mit.
Der stellvertretende Landrat Emil Müller und die Führungsspitze des Vereins Rhön-Link e.V. mit den Bürgermeistern Jochen Vogel und Gotthard Schlereth, verdeutlichten, zusammen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) und der Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar (SPD), die Gründe warum Südlink nicht durch den Landkreis Bad Kis singen führen dürfe.
Es gehe nicht nur darum, dass das Landschaftsbild und damit der Tourismus und die Wirtschaft massiven Schaden nehmen, erklärten die Verantwortlichen. Der Lebensraum und die Gesundheit von Mensch und Tier, vor allem rund um das Biosphärenreservat Rhön, seien durch Südlink enorm gefährdet. Der stellvertretende Landrat Emil Müller betonte, dass die Wertschöpfung der Region unbedingt erhalten bleiben müsse. Die geplante Stromtrasse entlang der A7 sei so nicht akzeptabel. Die Planung müsse auf den Prüfstand.
Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer sagte zu, die Unterschriften an Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel weiter zu leiten. Das Bundesministerium werde die Argumente prüfen. Die Energiewende müsse im Dialog mit den Bürgern vonstatten gehen. Deshalb nehme das Bundeswirtschaftsministerium die Kritikpunkte sehr ernst.
Nach Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, Peter Franke, ist Staatssekretär Beckmeyer der Dritte, dem die Verantwortlichen aus dem Landkreis die gesammelten Unterschriften gegen die Stromtrasse übergeben. red