Trotz des Kälteeinbruchs Anfang des Monats konnte ein leichter Abbau der Arbeitslosigkeit erreicht werden. Im Februar 2019 waren in der Region Main-Rhön 7866 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 108 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Januar. "Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist erfreulich für den Wintermonat. Üblich für die Jahreszeit ruht vor allem in den Außenberufen, wie im Bau, in Gärtnereien oder in der Landwirtschaft, häufig die Arbeit. Betriebe trennen sich deshalb erfahrungsgemäß über den Winter von einem Teil ihrer Beschäftigten, die sich wiederum arbeitslos melden. Der regionale Arbeitsmarkt war aufgrund des nur sehr kurz anhaltenden Kälteeinbruchs weiterhin stabil. Die Arbeitslosenquote blieb wie im Vormonat unverändert bei 3,2 Prozent", erläuterte Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

Die Bewegungszahlen auf dem Arbeitsmarkt in der Region waren weiterhin relativ hoch. 794 Menschen konnten im Februar eine Beschäftigung aufnehmen. Dies waren 139 Personen mehr als im Vormonat. Im Gegenzug mussten sich 1000 Arbeitnehmer erstmals oder erneut arbeitslos melden. Dies entsprach 709 Personen weniger als im Januar 2018.

Kurzarbeit auf niedrigem Niveau

Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, stieg um zwei auf 22 Betriebe mit insgesamt 465 Arbeitnehmern. Gegenüber dem Januar gab es kaum Veränderung. Vor einem Jahr bewegten sich die Zahlen auf dem gleichen niedrigen Niveau.

Der gut gefüllte Stellenpool unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften auch im Februar, schreibt die Arbeitsagentur weiter. Die Anzahl der gemeldeten Arbeitsstellen ging im Februar gegenüber dem Januar um 39 Stellen zurück. Mit 5209 offenen Stellenangeboten im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Stellenbestand allerdings um 148 Stellen höher, dies entsprach einem Plus von 2,9 Prozent. Im Februar nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 1161 neue Stellenangebote entgegen. Das waren 425 Stellen oder 57,7 Prozent mehr als im Vormonat und 56 Stellen oder 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Laut der aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind bundesweit im Durchschnitt nur 17 Prozent der offenen Stellen für Ungelernte geeignet. Knapp 60 Prozent der Jobs richten sich an Menschen mit Berufsausbildung. Für 23 Prozent benötigt man einen Fach- oder Hochschulabschluss. "Nicht jeder profitiert gleichermaßen vom boomenden Arbeitsmarkt. Geringqualifizierte haben es nach wie vor schwerer sich in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren", verdeutlichte Stelzer die Situation. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) war im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 103,4 Punkte gefallen. Der aktuelle Stand des IAB-Frühindikators lässt dennoch weiterhin eine positive Arbeitsmarktentwicklung erwarten. "Das Beschäftigungswachstum in unserer Region wird wesentlich durch die Bereiche Pflege, Erziehung und Unternehmensdienstleister getragen. Auf Arbeitnehmerseite wird dies durch eine hohe Zuwanderung unterstütz", so Stelzer. red