Für Ostern ist es bitterkalt, die Sonne kann kaum die graue Wolkendecke durchdringen, aus der immer wieder einmal eine Handvoll Schneeflocken fällt, und dennoch, schon kurz nach 8 Uhr stehen Menschenmassen vor dem Kassenhäuschen am Wildpark Klaushof. Erst um neun öffnet sich die Tür fürs Ostereiersuchen.

Noch sind die Geschwister Lena und Julia unterwegs, um rund 2000 Eier zu verstecken. Seit vier Jahren machen die beiden das nun schon, und heuer haben sie erstmals Unterstützung von Sophia erhalten. Parkleiter Axel Maunz sagt, dass immer wieder vermutet wird, dass die im Park beheimateten Hasen die Eier versteckt haben, "aber das wissen wir nicht so genau", sagt er lachend und fügt an, dass die Hasen mit ihrem Nachwuchs im Augenblick sowieso selbst stark beschäftigt sind. Pünktlich zu Ostern haben sowohl die Rhönkaninchen, wie auch die Meißener Widder Nachwuchs bekommen, der nun von Alt und Jung bestaunt wird. Nur als der Förster Axel Maunz einigen Kindern ein junges Häschen zu Streicheln geben will, weichen die meisten ängstlich zurück.
Ostereiersuchen, darauf hat sich die Familie Wehner samt Söhnchen schon die ganze Zeit gefreut und ist trotz der frischen Witterung extra aus Schönderling zum Klaushof gefahren. Auch Leon ist mit seinen Eltern aus Nüdlingen gekommen und hat noch seinen Freund Adrian und dessen Eltern aus Haßfurt mitgebracht.

Die Nüdlinger kommen schon seit mehreren Jahren zum Ostereiersuchen nach Bad Kissingen gekommen und finden es nach eigenen Worten schon etwas komisch, dass manche Besucher schon wenige Minuten nach dem Öffnen um neun Uhr schon wieder gehen, "mit Körben voller Eier". Zumindest für die anderen Kindern sei das schon etwas frustrierend, so die beiden jungen Paare.

Familie Poronska aus Bad Kissingen, die erst kurz nach zehn Uhr mit ihren Kindern Adrian und Lioba in den Wildpark kamen, "haben ganz viele Eier gefunden." Sie waren erstmals da, und alle fanden es "spitzenmäßig". Nichts gefunden hat die Vierjährige Lara Sadowski aus Garitz, aber dafür durfte sie eines der jungen Häschen streicheln und bekam wie alle Kinder am Ausgang noch eines der rund 700 Osternester geschenkt. "Es war sehr schön, schade nur, dass wir nichts mehr gefunden haben, aber für die Kinder ist es immer wieder ein ganz tolles Erlebnis, so Laras Vater.


Junge Menschen helfen mit

Damit die Kinder auch alle ein Nest bekommen, war ein gutes Dutzend Freunde des Wildparks Klaushof schon am Mittwoch vor Ostern da, um die 700 Osternester zu füllen. Bereits eine Woche vorher waren mehr oder minder unangemeldet zehn Kinder und Jugendliche gekommen und hatten unter Aufsicht von Revierförster Axel Maunz die Winterschäden im Wildpark beseitigt und so den Saisonstart sichergestellt. "Das zeigt, dass die Begeisterung für den Wildpark auch bei der nachwachsenden Generation ungebrochen ist", freut sich Axel Maunz, der gerade vor Ostern für jede helfende Hand dankbar ist.