Familie Brose hat ihn bekommen, weil sie ihr Haus in der Landgerichtsgasse 3, Baujahr 1572, zu einem Schmuckstück hergerichtet hat. 1993 haben Alexandra und Boris Brose das Anwesen gekauft, schon 1994 sind sie eingezogen. Doch da war das alte Haus noch nicht fertig renoviert und ausgebaut. Von 1997 bis 1999 hat der Dachbodenausbau gedauert, sagt Hausherr Boris Brose. Die Fenster wurden ebenfalls später erneuert. "Eigentlich wollten wir einen neuen Dachstuhl. Das ging aber nicht wegen dem Denkmalschutz", sagt Brose.
"Als das Dach offen war, hat es geregnet und dann kam die Decke herunter", berichtet er weiter. 125000 Euro hat er nur in die Renovierung des Hauses gesteckt. "Es gab keine Heizung", berichtet er. Dann der ganze Innenausbau, Fliesenlegen, Böden, Wände etc. Ganz viel haben Boris Brose und sein Vater in Eigenleistung gemacht. Nun haben sie rund 155 Quadratmeter Wohnfläche und dabei sogar noch ein Zimmer für die elektrische Eisenbahn - Brose ist von Beruf Lokführer.
Peter Braun, einer von drei Vorsitzenden des Altstadtvereins übergab den Nagel samt Urkunde. Er freut sich, dass es wieder ein Schmuckstück mehr in der Altstadt gibt. Und für das nächste Jahr hat er auch schon ein paar Kandidaten im Blick.
"Die Renovierung war nicht einfach", sagt Boris Brose, "alles war krumm und schief". Das Haus musste sogar im hinteren Bereich einen Meter angehoben werden, wusste Peter Braun. Denn der Giebel zur Straßenseite war schief.
Peter Braun hofft auf viele Nachahmer, die alte Häuser renovieren. "Wenn es Fragen gibt, steht der Altstadtverein mit Rat und Tat zur Seite", sagt er.