Ein Nachbar hatte starke Rauchentwicklung an dem Wohn- und Geschäftshaus bemerkt und die Bewohner gewarnt. Während sich drei Menschen in Sicherheit bringen konnten, kam für einen 31-Jährigen jede Hilfe zu spät. Nach ersten Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg war der Brand in dessen Zimmer ausgebrochen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

Am Dienstagabend gegen 23.20 Uhr hatte ein Nachbar beim Gassigehen mit seinem Hund den Dachstuhlbrand an dem Gebäude in der Schimborner Straße entdeckt. Er reagierte sofort und klingelte die Bewohner heraus. Das Ehepaar und dessen einer Sohn, die den vorderen Gebäudeteil bewohnten, konnten sich ins Freie retten. Alle Versuche, den anderen Sohn in dessen Dachgeschosszimmer im hinteren Teil des Anwesens zu retten, blieben aufgrund der starken Rauch- und Brandentwicklung erfolglos.

Verkohlte Leiche lag im Zimmer

Als das Feuer nach etwa einer Stunde unter Kontrolle war, entdeckten Feuerwehrleute den Leichnam des 31-Jährigen in dessen Zimmer. Dort war der Brand auch ausgebrochen. Die Ursache dürfte nach ersten Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg fahrlässige Brandstiftung sein. Der entstandene Sachschaden an dem Gebäude beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

In der Nacht waren mehr als 60 Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden sowie ein Notarzt und drei Rettungswagen im Einsatz. Die drei geretteten Bewohner erlitten einen Schock. Um die Betreuung der Familie, die vorläufig bei Verwandten unterkam, kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam.