Mit Musikbegleitung und den guten Wünschen mancher Mitbürger, die nicht teilnehmen konnten, machte sich die Gruppe auf den Weg. In Witterhausen und Albertshausen stießen weitere Wallfahrer dazu, so dass am Ende über 200 Personen unterwegs waren. Singend, betend und mit vielen tiefgehenden Texten, die auf die aktuellen Themen und Probleme unserer Zeit eingehen, erlebten die Pilger eine Zeit des Innehaltens und der Besinnung.

"Einfach weg vom Alltag und Erlebnisse ganz anderer Art", verspricht sich ein Teilnehmer. "Eine Zeit zum Auftanken für Körper, Geist und Seele." Viele gehen schon lange Zeit mit auf Wallfahrt und freuen sich jedes Jahr, wenn es wieder soweit ist.

Immense Vorbereitung


Das engagierte Team, das die Texte, Kreuzwege, Meditationen und die Lieder aussucht, gibt sich Mühe, immer wieder auf die Nöte der Menschen einzugehen und die Wallfahrt abwechslungsreich zu gestalten. Eine weitere Gruppe um den Wallfahrtsführer Dietmar Hack regelt den Verkehr, organisiert Begleitfahrzeuge und ist im Vorfeld sehr aktiv. Wege müssen begangen, das Glockenläuten in den Ortschaften, die Versorgung, die Bettenvergabe und die gesamte Organisation geregelt werden. Freiwillige Kreuz-, Fahnen-, Lautsprecherträger und sonstige Helfer tragen ihren Teil zum Gelingen der Wallfahrt bei. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. In Burkardroth wird eine Frühstückspause eingelegt, wo die Wallfahrer mit Kaffee und Kuchen verwöhnt werden. In Waldberg ist die Mittagsrast im neuen Pilgerheim, das optimale Bedienungen bietet, bevor der steile Anstieg zum Kreuzberg beginnt.

Alle mobilisierten hier ihre Kräfte, um die "Kniebrech" gut zu meistern. Umso glücklicher ist jeder, wenn die Kreuze in Sichtweite sind und der herzliche Empfang am Freialtar vor der Klosterkirche beginnt. Nach einer Erholungspause ging es den Kreuzweg hoch zu den Kreuzen am heiligen Berg. Dies ist einer der Höhepunkte der Wallfahrt. Dort wurden die Pilger mit einer atemberaubenden Sicht in die Rhön belohnt.

Von der Musik geweckt


Nach einer erholsamen Nacht weckte die Musik die Wallfahrer morgens zum Aufbruch. Das Wallfahrtsamt wurde, wie jedes Jahr, von Kinder der "Pusteblume" musikalisch wunderschön umrahmt. Bei dem feierlichen Auszug mit Pater Martin wurden die Kinder, die auf der Wallfahrt dabei waren, mit einem Kreuzchen beschenkt. Die warme und freundschaftliche Art des Paters hat alle begeistert.

Gestärkt durch den Segen haben dann alle Wallfahrer den Heimweg angetreten.Am Sonntag waren die Fürbitten, die die Teilnehmer selbst schriftlich formuliert haben, eine Erfahrung von ganz besonderer Tiefe. Die Rast in Burkardroth mit Spießbraten und Schnitzel mobilisierte die Kräfte wieder. Und auf ging es zum letzten Stück Richtung Aura, wo die Pilger von der Ortsbevölkerung mit einer Lichterprozession begrüßt wurden.

Das herzliche Miteinander, die guten Gespräche, die geistlichen Anregungen und Gedanken, das traumhafte Wetter und das besondere Erlebnis der Wallfahrt haben sich auch in diesem Jahr wieder tief in die Herzen der Menschen eingeprägt. Und viele haben schon gesagt: "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!". Bereits am Freitag, 28. September, trifft man sich um 18.30 Uhr zu einem Gottesdienst in der Dorfkirche, mit anschließendem Federweissenabend im Pfarrsaal.